Playa de Nueva Umbría an der Costa de la Luz in der Provinz Huelva

Costa de la Luz: Urlaubsorte und Strände in der Provinz Huelva

Die westliche Costa de la Luz erstreckt sich von der Mündung des Flusses Guadalquivir mit dem Nationalpark Doñana bis hin nach Ayamonte am Fluss Guadiana, der die Grenze zum benachbarten Portugal bildet. Ausgedehnte Marschgebiete von drei Flussmündungen unterbrechen den Küstenverlauf, so dass eine durchgängige Fahrt entlang der Küste unmöglich ist.

Der westliche Teil der andalusischen Atlantikküste hat in den letzten Jahrzehnten einen wahrlichen Bauboom erlebt, so dass manche Urlaubsorte mehr an die architektonischen Sünden der Costa del Sol erinnern als an den Charme der östlichen Schwester in der Provinz Cádiz. Trotzdem gibt es einige reizvolle Orte, die einen Besuch lohnen sowie einsame Strände, die sich kilometerweit dahinziehen.

Südlich der Provinzhauptstadt Huelva wird die Atlantikküste durch Industriegebiete und den Mündungsbereich der Flüsse Río Tinto und Río Odiel getrennt, die mit stark belastetem Wasser gemeinsam in der Ría de Huelva in den Atlantik fließen.

Endlose Strände zwischen der Ría de Huelva und den Guadalquivir

An der Mündung der Ría de Huelva liegt der Urlaubsort Mazagón. Hier verbringen an schönen Stränden aber schlechter Wasserqualität hauptsächlich Spanier ihren Urlaub. Nordwestlich von Mazagón liegen in Palos de la Frontera das sehenswerte Kloster La Rábida sowie der Hafen, von wo aus Kolumbus seine erste Expedition nach Amerika startete.

Großartige Strände zwischen Mazagón und Matalascañas

Südöstlich von Mazagón erstreckt sich bis nach Matalascañas ein Sandstrand, der mit seinen abrupten Sandsteinfelsen zu den schönsten an der Costa de la Luz gezählt werden kann. An dem über 25 Kilometer langen Strandabschnitt, der durch die Landstraße A-494 erschlossen ist, gibt es keine Siedlungen, dafür aber riesige Campingplätze, wie der gut ausgestattete und relativ teure Campingplatz Doñana Playa, der im Sommer über 5.000 Campern Platz bietet. Ca. fünf Kilometer östlich von Mazagón liegt in außergewöhnlicher Lage über der Küste das Hotel Parador de Mazagón in einem Pinienwald und einem schönen Strand. Zu einem weiteren reizvollen Strand an der Playa de Castilla mit versteinerten Dünen führt ein ca. 1 km langer Weg von einem Parkplatz am Kilometerstein 39 der A-494. Hier an den Strandabschnitt El Asperillo, oder auch als Cuesta de Maneli bezeichnet, ist FKK möglich.

trand und Leuchtturm von Matalascañas
Strand und Leuchtturm von Matalascañas

Matalascañas

Der Urlaubsort Matalascañas, auch als Torre de la Higuera bekannt, liegt am Rande des Nationalparks Doñana, und ist auf Grund des exorbitanten Wasserverbrauchs im Sommer, einer seiner größten Gefährder. Für die Bewohner-/innen von Sevilla liegen die Strände von Matalascañas am nächsten, kein Wunder, dass die Autobahn immer näher an die Ortsgrenze heranführt. Die in Sektoren aufgeteilte Feriensiedlung, die auch in den Reisekatalogen der Reiseveranstalter zu finden ist, verfügt über einen feinen Sandstrand, der sich bis zu Südspitze des Nationalparks hinzieht. Trotz Wassermangel ist der 18-Loch-Golfplatz eine weitere Urlaubsattraktion.

Beliebte Ausflugsziele sind natürlich der Nationalpark Doñana, wohin Touren mit allradangetriebenen Fahrzeugen angeboten werden. Reizvoll ist auch ein Besuch der wichtigsten Wallfahrtsstätte in Andalusien in dem nördlich gelegenen Dorf El Rocío.

Die Costa de la Luz zwischen Punta Umbría und El Rompido

Der moderne Urlaubsort Punta Umbría liegt auf einer Landzunge zwischen dem Fluss Río Odiel und dem offenen Meer. Im Grunde handelt es sich um die Strandsiedlung der Provinzhauptstadt Huelva, verbunden durch eine 20 km lange Schnellstraße. Die Qualität der Strände ist hervorragend, der Hauptstrand Playa de Punta Umbría ist im Sommer proppenvoll. Ruhiger sind die Strände in Richtung El Portil, hier ist teilweise auch FKK möglich. Zwischen der Stadt Huelva und Punta Umbría verkehren im Sommer Fähren. Neben dem Tourismus spielt die Fischerei eine bedeutende Rolle.

Weiter westlich liegen an der Mündung des Flusses Río Piedras die beiden Küstenorte El Portil und Nuevo Portil. Bei El Portil endet der Strand von Punta Umbría. Wer in den großen Hotels von Nuevo Portil Urlaub macht, kann mit der Fähre zum gegenüberliegenden Haff übersetzen, der breite und feine Sandstrand Playa de Nueva Umbría auf der Flecha del Rompido bietet viel Platz.

Boote am Strand von El Rompido
Boote am Strand von El Rompido

In Kontrast zu den bisher aufgeführten modernen Feriensiedlungen steht das ehemalige Fischerdorf El Rompido, welches trotz des immensen Baudrucks seinen ursprünglichen Charme bisher bewahren konnte. Auch hier bringt eine Fähre die Urlauber zu den Ständen wie der Playa de la Flecha de El Rompido auf der anderen Seite des Flusses. Das ausgedehnte Marschland der Marismas del Río Piedras verhindert die direkte Weiterfahrt entlang der Küste. Zwingend ist der Umweg durch das Hinterland über die Städte Cartaya und Lepe.

Der westlichste Abschnitt der Costa de la Luz zwischen La Antilla und Isla Canela (Ayamonte)

Als ein beliebtes Ausflugsziel präsentiert das Fischerdorf El Terrón am Ufer des Flusses Río Piedra. Vor dem Fischereihafen liegen die Netze zum Trocken und Flicken. Rustikale Lokale bieten ohne großen Schnickschnack preiswerte Fischgerichte aus den frischen Fang. 300 Meter südlich zweigt ein Wanderweg von der Verbindungsstraße nach La Antilla in Richtung Strand ab.

La Antilla war früher ein Fischerdorf, dann entwickelte sich der Küstenort zu einer Feriensiedlung mit vielen privaten Ferienhäusern. Heute ist der Übergang zum benachbarten modernen Urlaubsort Islantilla kaum noch zu bemerken. Der Ausbau von Islantilla begann Anfang der 90er Jahre, große Hotels und Apartmenthäuser bestimmen das Bild. Das große Einkaufszentrum dient als Ortszentrum, ein Golfplatz rundet das touristische Angebot ab. Die Hotels wurden in erster Linie für den Pauschaltourismus gebaut. Auch hier gilt, wie überall an diesem Küstenabschnitt, die Strände sind makellos und in ihrer Ausdehnung nach links und rechts unendlich.

Die Strände reichen gen Westen bis nach Isla Cristina, begleitet von Dünen und grünen Pinienwäldern. Die Stadt Isla Cristina ist mit dem großen Fischereihafen ein Kontrastprogramm zu den bisher genannten Urlaubsorten. Wer ein bisschen Stadtleben mit einem Strandurlaub kombinieren möchte, kann hier gut individuell oder pauschal seinen Urlaub verbringen. Die ausgedehnten Marschgebiete der Marismas de Isla Cristina im Mündungsbereich des Flusses Carreras unterbrechen hier wieder die Küstenlinie. Der westlichste Abschnitt der Costa de la Luz ist nur über einen weiten Umweg über Pozo del Camino und die Grenzstadt Ayamonte zu erreichen.

Marina von Isla del Moral
Marina von Isla del Moral

Isla del Moral und Isla Canela

Die beiden Urlaubsorte Isla Canela und Isla del Moral entstanden erst in den letzten Jahrzehnten und gehören beide zur Stadt Ayamonte. Breite Zufahrtsstraßen führen durch artenreiche Marschen. Der breite Strand von Isla Canela erstreckt sich bis zur Mündung des Flusses Guadiana, der hier die Grenze zu Portugal bildet. Die Urlauber kommen vorwiegend aus Spanien, aber auch deutsche Reiseveranstalter haben Isla Canela im Programm. Weiter östlich liegt der moderne Urlaubsort Isla del Moral gegenüber von Isla Cristina, getrennt durch die breite Mündung des Flusses Carreras. Apartmenthäuser und Hotels haben das ursprüngliche Fischerdorf Punta del Moral in den Hintergrund gedrängt.  Gegenüber der Fischersiedlung, die für ihre Restaurants mit guten und preiswerten Fischgerichte bekannt ist, liegt die Marina von Isla del Moral. Neben den guten Wassersportmöglichkeiten und den schönen Stränden bieten regelmäßige Busverbindungen in das sehenswerte Städtchen Ayamonte Abwechslung und authentischen Kontakt zur andalusischen Lebensweise.

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

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