Granada: Im Viertel Sacromonte von Granada

Granada: Symbol für das maurische Andalusien

Ist Granada die schönste Stadt Spaniens? Darüber lässt sich streiten, aber zu den interessantesten zählt die Stadt am Fuße der Sierra Nevada mit Sicherheit.

Die Stadt Granada liegt auf über 700 Meter Höhe in einer fruchtbaren Ebene am Zusammenfluss der Flüsse Darro und Genil. Der Aufschwung von einer unbedeutenden Siedlung erfolgte mit der Eroberung durch die Mauren im Jahre 711. Die Stadt wurde befestigt und umfangreiche Bewässerungssysteme errichtet. 1031 zerfiel das Emirat von Córdoba und Granada wurde zu einem eigenständigen Königreich (Taifa).

Vom Torre de la Vela bietet sich ein wunderschöner Blick auf Granada
Vom Torre de la Vela bietet sich ein wunderschöner Blick auf Granada

Unter der Herrscherdynastie der Nasriden erlebte Granada eine Zeit der kulturellen und wirtschaftlichen Blüte. 1492 fiel Granada als letzte Bastion der Mauren auf der iberischen Halbinsel. Der maurische König Boabdil übergab die Stadt kampflos an die katholischen Könige Isabella und Ferdinand II.

Sehenswürdigkeiten in Granada

Die beiden wichtigsten Besucherziele liegen auf den beiden, durch das enge Tal des Darro getrennten, gegenüberliegen Hügel der Stadt: die Alhambra und der Albaicín.

Die maurische Alhambra stammt aus dem 13. bis 14. Jahrhundert und wurde als prachtvolle Residenz der Nasridenkönige errichtet. Die Alhambra ist das Wahrzeichen von Granada und der absolute Publikumsmagnet. Während der Saison ist ein spontaner Besuch kaum möglich. Die Eintrittskarten sollten frühzeitig reserviert werden, wobei die Festlegung auf eine bestimmte Besuchszeit unerlässlich ist.

Blick vom Mirador de San Nicolás auf die Alhambra und die Sierra Nevada
Blick vom Mirador de San Nicolás auf die Alhambra und die Sierra Nevada

Östlich der Alhambra liegt die wunderschöne Gartenanlage Generalife mit der Sommerresidenz der Nasriden. Ein paradiesischer Garten, dessen Schönheit sich vor allem am frühen Morgen und am Abend entfaltet.

Gegenüber der Alhambra liegt das ältestes Viertel von Granada, der Albaicín. Weiße Häuser, verwinkelte Gassen und kleine Plätze bringen eine bis heute spürbare Brise des Orients in das maurische Viertel. Arabische Händler und Restaurants mit nordafrikanischen Gerichten prägen den Eingang in den Stadtteil.

Blick auf das Albaicin Viertel und das Tal des Darro
Blick auf das Albaicin Viertel und das Tal des Darro

Oben auf den Hügel liegt der Mirador de San Nicolás, einer der schönsten Aussichtspunkte auf die Alhambra vor dem Hintergrund der über 3.000 Meter hohen, meist mit schneebedeckten, Sierra Nevada. Ein Tipp für den frühen Abend.

Östlich des Albaicín liegt der Sacromonte. Höhlen durchziehen den Heiligen Berg, die heute noch teilweise bewohnt sich oder auch als Kulisse für sehr touristisch orientierte Flamenco-Aufführungen dienen. Traditionell gilt der Sacromonte als Viertel des Gitanos.

Im maurischen Viertel Albaicin von Granada
Im maurischen Viertel Albaicin von Granada

Herausragenden Sehenswürdigkeiten in der Unterstadt von Granada sind die Kathedrale Santa María de Encarnación im Stil der Renaissance sowie die Königskapelle Capilla Real. Hier fanden Isabella und Ferdinand II. ihre letzte Ruhestätte. Südlich der Kathedrale liegt das ehemalige maurische Basarviertel Alcaicería mit zahlreichen Läden.

Granada ist nicht nur das Top-Reiseziel in Andalusien mit entsprechenden Strömen von Touristen. Granada ist auch eine wichtige Universitätsstadt mit vielen Studenten und einem großen Kultur- und Unterhaltungsangebot.

Wie in vielen Regionen Spaniens üblich, wird auch hier zu einem Bier oder Wein eine kostenlose Tapa gereicht. Eine gute Möglichkeit die lokalen Spezialitäten zu probieren. So zum Beispiel am Plaza Nueva und Umgebung, dem zentralen Platz zwischen Alhambra und Albaicín am Rande der Unterstadt.

Blick auf die Unterstadt mit der Kathedrale von Granada
Blick auf die Unterstadt mit der Kathedrale von Granada

Feste in Granada (Fiestas)

  • Osterwoche: Santa Semana mit täglichen Prozessionen
  • 3. Mai: Cruz de Mayo (Albaicín)
  • Juni: Fronleichnam (Corpus Cristi), wichtigste Feria in Granada über eine Woche
  • Juni/Juli: Internationales Musik- und Tanzfestival

Ausflüge in die Umgebung

Für eine Reise nach Granada sollten mindestens zwei Tage eingeplant werden. Wer mehr Zeit hat, kann die Stadt auch als Standort für Ausflüge in die Umgebung nutzen. Reizvolle Ziele sind zum Beispiel die Sierra Nevada oder die nicht nur wegen ihrer Höhlen sehenswerte Stadt Guadix.

Im Garten des Sommerpalastes Generalife in Granada
Im Garten des Sommerpalastes Generalife in Granada

Anreise und Reisezeit

Granada liegt an dem Kreuzungspunkt der beiden Autobahnen A-92 und A-44. Der Flughafen von Granada bietet vorwiegend innerspanische Verbindungen. Der nächste internationale Flughafen liegt ca. 135 km bei Málaga, die Transferzeit mit dem Mietwagen beträgt etwa anderthalb Stunden. Der Bahnhof liegt relativ zentral, bietet aber nur wenige Fernverbindungen u. a. nach Madrid und Barcelona. Weit mehr Ziele sind mit dem Bus zu erreichen. Der Busbahnhof (Estación de Autobuses) liegt im Nordwesten der Stadt an der Avenida Juan Pablo II.

Die Sonne scheint in Granada an über 3.000 Stunden im Jahr und zählt damit zu den sonnigsten Städten in Andalusien. Die Winter sind kühl, die Sommer heiß. In den Monaten Juni, Juli und August können die Tageshöchsttemperaturen schon mal über 30 Grad liegen. Die beste Reisezeit für Granada ist daher der Frühling oder Herbst.

Weitere Reiseinformationen, Unterkünfte und Links

Karte und Lage von Granada

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Stadtkarte Granada

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Alhambra: 37.176078, -3.588141
Generalife: 37.178002, -3.585478
Bar Los Diamantes: 37.176650, -3.595971
Mirador de San Nicolás: 37.181278, -3.592806
Kathedrale von Granada: 37.176174, -3.599305
Zentraler Busbahnhof: 37.199717, -3.613667
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Alhambra

Das Wahrzeichen von Granada, die Residenz der Nasriden

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Bar Los Diamantes

Meeresfrüchte und Fisch, dies sind die Spezialitäten der beliebten Tapas-Bar in der Nähe der Plaza Nueva

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Generalife

Die eindrucksvolle Sommerresidenz mit schönen Gärten und weiten Ausblicken

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Kathedrale von Granada

In dieser Kirche sind die katholischen Könige Fernando und Isabell begraben

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Mirador de San Nicolás

Der Aussichtspunkt auf dem Albaicín mit Blick auf die Alhambra mit den Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund

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Zentraler Busbahnhof

Busbahnhof an der an der Avenida Juan Pablo II. mit vielen Fernverbindungen


Lage: Die Stadt Granada (PLZ 18001; GPS 37.177336 / -3.598557; 236.000 Einw.) liegt auf 684 Meter Höhe im Kreis Vega de Granada in der gleichnamigen Provinz von Andalusien.

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