15. Januar 2021
Urlaub zu Corona Zeiten

Spanien: Trotz Corona in den Spanien-Urlaub?

Für Spanien besteht eine Reisewarnung. Von Reisen nach Spanien aus nicht notwendigen Gründen wird abgeraten. Eine Reisewarnung ist jedoch kein Reiseverbot. Für alle, die eine Reise nach Spanien in Corona-Zeiten planen, haben wir einige Informationen zusammengestellt.

Inhalt
Einreisebestimmungen für Spanien
Spanien-Urlaub in Corona-Zeiten
Winterurlaub auf den Kanaren?
Reisewarnungen, Quarantäne und Tests
Wichtige Covid-19 Links

Aktuelle Einreisebestimmungen für Spanien

Die Grenzen nach Spanien sind offen und es bestehen keine generellen Einreisebeschränkungen für Einreisende aus dem Gebiet der Europäischen Union.

Für Spanien gelten verschärfte Bestimmungen für die Einreise per Flugzeug oder Schiff. Es dürfen nur Personen aus einem Risikogebiet einreisen, die einen negativen PCR oder TMA Test vorweisen können. Dieser Corona-Test muss innerhalb der letzten 72 Stunden vor Einreise durchgeführt sein. Der Nachweis muss auf Spanisch, Englisch, Deutsch oder Französisch dokumentiert sein. Für Kinder unter 6 Jahren ist kein Corona-Test notwendig.

Fluggesellschaften und Reedereien müssen vor dem Boarding überprüfen, ob die Einreisevorsetzungen vorliegen. Schnelltests werden so lange nicht akzeptiert, wie diese nicht von der EU zugelassen sind.

Wer mit dem Flugzeug nach Spanien einreisen will, muss mindestens 48 Stunden vor der Einreise ein elektronisches Formular zum eigenen Gesundheitszustand ausfüllen. Das FCS-Formular und weitere Informationen über das Verfahren sind über das Portal von Spain Travel Health abzurufen. Dort finden Sie auch einen Link zu der SpTH App für Android und Apple Smartphones, die alternativ zum Web-Formular genutzt werden kann.

An den spanischen Flughäfen werden bei der Ankunft von Flügen aus dem Ausland Gesundheitskontrollen durchgeführt. Dabei wird die Körpertemperatur automatisch gemessen und der OR-Code des FCS-Formulars gescannt.

Spanien-Urlaub in Corona-Zeiten

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie galten in Spanien strenge Kontaktverbote. Der Tourismus und die Wirtschaft wurden heruntergefahren. Nach der Eindämmung der Zahl der Erkrankten und der Neuinfektionen begann eine Phase der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen.

Spanien im Corona-Notstand

Nach dem Abflachen der Zahl der Corona-Infektionen im Sommer steckt Spanien im Herbst mitten in der zweiten Welle. Daher wurde am 25. Oktober der Corona-Notstand ausgerufen. Damit erhalten die autonomen Gemeinschaften das Recht, die Reise- und Bewegungsfreiheit einzuschränken. Außerdem besteht ein nächtliches Ausgangsverbot, das je nach Region zwischen 22 und 24 Uhr beginnt und am Morgen zwischen 5 und 7 Uhr endet.

Winterurlaub auf den Kanaren?

Nachdem die Infektionszahlen auf den Kanarischen Inseln unter die kritische Inzidenz von 50 Corona-Erkrankungen auf 100.000 Einwohner gesunken war, galten die Kanaren nicht länger als Risikogebiet. Aber die Inzidenz auf den Kanarischen Inseln ist wieder auf kritische Werte angestiegen.

Die Kanarischen Insel gelten wieder als Risikogebiet. Das deutsche Außenministerium hat eine entsprechende Reisewarnung veröffentlicht, die am Sonntag, dem 20.12.20 ab 0 Uhr, in Kraft trat.

Wer für einen Urlaub auf die Kanaren reisen will, muss zwei Dinge beachten: Bei der Einreise ist das Ergebnis eines negativen Corona-Tests vorzulegen, der nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf. Außerdem ist das Gesundheitsformular FCS auszufüllen.

  • Details zu den Einreisebestimmungen für Urlauber*innen auf den Kanarischen Inseln finden Sie hier.

Um den Tourismus anzukurbeln, hat die Regionalregierung für alle Urlauber eine Corona-Versicherung abgeschlossen. Diese ersetzt die Kosten für die medizinische Versorgung, die Unterbringen während einer Quarantäne und den Rückflug im Falle eines Covid-19 Erkrankung.

Dieser Versicherung gilt für alle Touristen, die sich mit dem SARS-CoV-2 Virus während eines Urlaubs auf den Inseln infizieren. Diese Versicherung gilt ab dem 5. August für einen Zeitraum von 12 Monaten.

Die Gefahr der Pandemie ist real

Die Wissenschaft ist sich überwiegend einig: Die Hauptgefahr für eine Weiterverbreitung des SARS-CoV-2 Virus besteht durch Tröpfcheninfektionen beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vielen Personen. Sich während eines Urlaubs in eine solche Risikosituation zu begeben, sollte vermieden werden.

Grundsätzlich ist die Gefahr einer Covid-19 Erkrankung in wahrscheinlich Spanien nicht höher als zu Hause, wenn die Grundregeln der Pandemie-Bekämpfung eingehalten werden (können). Hinzukommen die Risiken möglicher Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen bei einer Verschlechterung der Lage in Spanien.

Buchen Sie Hotels und Flüge daher nur unter der Voraussetzung, dass auch kurzfristige und kostenfreie Stornierungen möglich sind. Dies gilt gleichermaßen für Pauschalreisen wie Individualreisen. Unser Partner Booking.com (P+) bietet für die meisten Hotels und Unterkünfte die Option der kostenlosen Stornierung bis zum Anreisetag. Wir empfehlen daher nur Hotels, Ferienwohnungen etc. mit den Optionen “Kostenlose Stornierung” plus “Keine Voraus- oder Anzahlung notwendig” zu buchen.

Bedenken Sie die Gefahr eines erneuten (regionalen) Ausbruchs der Pandemie, was die Verhängung von neuen Quarantänemaßnahmen erforderlich machen würde. Eine erneute staatlich organisierte Rückführung von Urlaubern hat die deutsche Bundesregierung ausgeschlossen.

Was tun bei einer Reisewarnung?

Reisewarnungen des deutschen Außenministeriums werden auf Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) ausgesprochen, wenn in einem Land oder eine Region die Grenze von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner*innen dauerhaft überschritten werden. Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, jedoch ein wichtiger Hinweis, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Aktuell besteht eine Reisewarnung für ganz Spanien.

Bei einer Reisewarnung besteht ein Recht auf die kostenlose Stornierung eines Flugs oder einer Pauschalreise mit Erstattung des vollen Reisepreises.

Wird eine Reisewarnung für die Region ausgesprochen, in der Sie ihren Urlaub verbringen, muss dieser nicht zwingend abgebrochen werden.

Krankenversicherung überprüfen!

Wer eine Krankenversicherung für Auslandsreisen abgeschlossen hat, sollte diese überprüfen, ob die Versicherung auch bei einer Reisewarnung gültig ist. Bei vielen Auslands-Krankenversicherungen besteht im Falle einer Reisewarnung kein Versicherungsschutz mehr. Die von einigen Reiseveranstaltern angeboten “Sorglos-Pakete” beinhalten keine Krankenversicherung, sondern decken nur die Kosten eines Reiseabbruchs ab.

Bei Rückkehr aus Risikogebieten: Quarantäne und Test

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich auf direktem Wege in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt nicht für reine Transitreisen durch ein Risikogebiet.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich auf direktem Wege in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt nicht für reine Transitreisen durch ein Risikogebiet.

Am Donnerstag, dem 14. Januar 2021, traten modifizierte Quarantäneregeln in Kraft. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss innerhalb von 48 Stunden per Test nachweisen, dass keine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus vorliegt.

Neu ist die Definition eines Hochrisikogebiets. Wer sich in einer Region mit sehr hohen Inzidenzen oder mit einer starken Verbreitung von mutierten Varianten aufgehalten hat, muss bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Über die Frage, welche Tests von den deutschen Behörden anerkannt werden, informiert das RKI.

In beiden Fällen gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht. Detaillierte Regelungen werden durch die einzelnen Bundesländer festgelegt.

Vor der Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland muss eine persönliche Anmeldung über das Internet auf einreiseanmeldung.de erfolgten. Der Nachweis über diese Meldung muss bei der Einreise vorgelegt werden.

Informationen über die Quarantäne-Regelungen bei der Einreise nach Österreich und der Schweiz.

Die Aussichten

Fast alle Experten gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen und Hygienevorschriften noch längere Zeit gelten werden. Aufgrund der epidemiologischen Einschätzungen werden Einschränkungen sinnvoll sein, solange wie die Immunisierung gegen das SARS-CoV-2 Virus unzureichend ist.

Daher gilt, was in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gelten wird, auch für das Urlaubsland Spanien. Das Einhalten von Abstandsregeln, das Tragen von Masken und vorsorgende Hygienemaßnahmen wird auf längere Zeit unser Leben bestimmen und damit natürlich auch unseren Urlaub in Spanien. Der Spanien-Tourismus steht vor einem Umbruch.

Halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund! Viele Tipps für die Planung eines individuellen Urlaubs in Spanien abseits des Massentourismus finden Sie im Reiseführer Reisen nach Spanien.