Nördlich von Gernika-Lumo locken zwei Sehenswürdigkeiten, die beide etwas mit Kunst zu tun haben, jedoch unterschiedlicher kaum sein können. Der bemalte Wald Bosque de Oma eines baskischen Künstlers und die uralte Höhlenmalerei in der Höhle von Santimamiñe.

| Inhalt |
| Bosque de Oma |
| Höhle von Santimamiñe |
| Reiseinformationen und Unterkünfte |
| Karte und Lage |
| Reiseziele in der Umgebung |
Vor dem Ort Kortezubi verlassen wir von der Landstraße von Gernika nach Lekeitio und folgen der Straße BI-4244, die zum Bosque de Oma bzw. Cueva de Santimamiñe ausgeschildert ist. Auf dem großen Parkplatz vor dem beliebten Ausflugslokal Lezika im Weiler Basando stellen wir den Wagen ab.
Bosque de Oma
Von hier aus machen wir uns auf, über den gekennzeichneten Weg zum Bosque de Oma zu wandern. Der „bemalte“ Wald liegt am Rande des Flusses Oma und ist nur zu Fuß erreichbar. Der Rundweg dauert insgesamt 3 bis 4 Stunden. Der Anfang des Wanderwegs zum Bosque de Oma liegt gegenüber dem Restaurant Lezika. Das beliebte Ausflugslokal verkauft leckere Bocadillos. Wer noch etwas Verpflegung für die Wanderung benötigt, kann sich hier mit Proviant eindecken.
Ein Informationsblatt ist im Fremdenverkehrsamt von Gernika, aber auch im Eingangsbereich der Höhle von Santimamiñe erhältlich, die nördlich des Parkplatzes liegt.

Der Omako basoa/Bosque de Oma (baskisch/spanisch) zählt zu der Kunstrichtung Land-Art. Der baskische Maler Agustín Ibarrola bemalte ca. 500 Baumstämme in den Jahren 1982 bis 1985. 1998 wurden die Farben neu aufgetragen.
Die Motive auf den Baumstämmen sind vielfältig: Menschliche Figuren wechseln sich mit tierischen Bildern ab, dazwischen finden wir rein geometrische Objekte. Je nach Standpunkt und Perspektive setzen sich die einzelnen bemalten Stämme zu komplexen Bildern zusammen. Dazu sind etwas Geduld und Fantasie erforderlich.
Der „neue Bosque de Oma“
Über die Jahre verblassten die Farben auf den Bäumen. Der ursprüngliche Wald musste gesperrt werden. Dann wurde von verschiedenen Künstlern in Abstimmung mit der Familie Ibarrola ein noch größerer bemalter Wald geschaffen. Auf über 800 Bäume wurden die Farben neu aufgetragen. Die neue Anlage wurde im Jahre 2023 eröffnet.
| Der Eintritt ist weiterhin kostenlos, jedoch ist eine vorherige Anmeldung für einen bestimmten Besuchstermin notwendig. Die Tickets dafür können Sie hier online buchen. |

Höhle von Santimamiñe
Wer nach dem ausführlichen Waldspaziergang noch die Höhle von Santimamiñe besuchen möchte, kann die Wartezeit bis zur nächsten Führung auf der Terrasse des Restaurants Lezika verbringen, um etwas zu essen und zu trinken. In der Umgebung liegt eine Reihe von Tropfsteinhöhlen.

In der Höhle von Santimamiñe (baskisch: Santimamiñeko Koba) wurden von Kindern zufällig prähistorische Höhlenmalereien entdeckt. Leider haben die Zeichnungen die Atemluft der Besucher:innen nicht vertragen, sodass die Sala de Pinturas geschlossen wurde. Eine multimediale Ausstellung dient als Ersatz. Die Tropfsteinhöhle kann nur in Gruppen besucht werden, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Dies ist aber vor Ort in der Regel möglich.
Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte
Der Bosque de Oma und die Höhle von Santimamiñe liegen im Biosphärenreservat Urdaibai, dem Sumpf- und Marschgebiet an der Mündung des Flusses Oca in die Biskaya.
- Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den benachbarten Orten Guernica, Lekeitio oder Mundaka.
- Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet in Gautegiz-Arteaga einen gut ausgestatteten Stellplatz (GPS 43.3457, -2.6541)
- Informationen zum Biosphärenreservat Urdaibai und dem Urdaibai Bird Center