Fallas in Valencia

Valencia: Die Fallas, das Frühlingsfest mit Feuer und Riesenpuppen

Am 15. März ist es wieder so weit. In der Stadt Valencia beginnt eines der größten und spektakulärsten Frühlingsfeste in Spanien, die Fallas de Valencia.

Die Fallas sind riesige Puppen aus Holz und Pappmaché, die schon mal ein Gewicht von 10 Tonnen erreichen können. Über 700 Fallas sind der Stolz der Valencianos. Wie im Karneval geht es dabei um Spott, Ironie und Kritik. Und das Wichtigste dabei, die Figuren müssen brennbar sein. Denn ihr Schicksal ist, im Feuer aufzugehen, bis auf eine Einzige. Die Verbrennung der Fallas bildet das große Finale des Festes.

Die Fallas von Valencia

Wichtig ist die Vorbereitung. Heutzutage teilweise schon sehr kommerzialisiert. Spezialisten werden beauftragt und das kann auch schon mal richtig ins Geld gehen. Monate vorher wird geplant, konzipiert und gebaut.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Nachbarschaften der einzelnen Stadtviertel. Organisiert in den Fallas-Vereinen mit einem richtigen Hauptquartier. Hier geht es um Wettbewerb. Wer schafft die originellste Figur. Eine Jury vergibt die begehrten Preise in unterschiedlichen Kategorien.

Die Fallas stehen im Mittelpunkt. Herum entfalten sich weitere Aktivitäten: Musik- und Trachtengruppen und nicht zuletzt das Feuerwerk. Fallas und Feuer, dies gehört einfach zusammen. Laute Kracher (mascletás) am Tage, farbenfrohe Feuerwerke (castillos de fuegos) am Abend im ehemaligen Flussbett des Turia.

Einen Höhepunkt erreichen die Fallas von Valencia am 17. und 18. März zu Ehren der Stadtpatronin, der Heiligen Jungfrau der Schutzlosen. Auf dem Plaza de la Virgen steht eine über 10 Meter hohe Holzstatue der Heiligen. Tonnen von Blumen dienen dazu, dieser ein würdiges Gewand zu verschaffen.

Höhepunkt und Finale am 19. März

Zu später Stunde beginnt am 19. März das Finale der Fallas. Dann werden alle Figuren bis auf eine in einer großen Aktion verbrannt. Nur eine Einzige entgeht diesem Schicksal. Diese wird später als Miniatur (Ninot) für die Nachwelt im Falla-Museum ausgestellt.

Falla auf der Plaza de la Virgen in Valencia nach den Frühlingsfest
Falla auf der Plaza de la Virgen in Valencia nach den Frühlingsfest

Der Ursprung des Frühlingsfestes in Valencia geht auf eine Tradition der Tischler zurück, die am Vorabend des Josefstags am 19. März vor ihren Werkstätten Lumpen und Holzreste verbrannten, die ab dem 18. Jahrhundert zu Figuren dekoriert wurden, aus denen sich im Laufe der Zeit die heutigen Fallas entwickelten. Seit 2016 zählen die Fallas de Valencia zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Fallas von Valencia sind eine atemberaubende Mischung von Tradition, Frömmigkeit und Lebenslust. Ein guter Grund einmal Valencia auf den Reiseplan zu setzen. Auch wenn es zu dieser Jahreszeit im Frühjahr noch keine Garantie auf Sonne gibt.

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