18. August 2019
Typische Hausdekoration in Frigiliana

Frigiliana: Eine maurische Altstadt mit Blick auf die Costa del Sol

Frigiliana zählt zu den reizvollsten Dörfern im Osten der Provinz Málaga. Der nicht so einfache Versuch, die Schönheit des Dorfs mit der Entwicklung eines verantwortlichen Tourismus in der unmittelbaren Nähe der Costa del Sol in Einklang zu bringen, brachte den verantwortlichen Lokalpolitiker-/innen und Bürger-/innen schon einige Preise ein.

Die Attraktionen von Frigiliana

Die Attraktion des Dorfes ist das maurische Viertel, bezeichnet als Barrio Mudéjar oder als Barrio Morisco, – eines der schönsten in dieser Region. Der historische Ortskern mit den Ruinen der Burg von Lizar, der Kirche San Antonio, dem alten Brunnen, der Ermitage Ecce-Homo, dem Palast der Grafen von Frigiliana, bekannter als El Ingenio (die Zuckermühle) sowie dem Palacio del Apero, erstrahlt im blendendem Weiß unter der Mittelmeersonne. Die roten Blüten der Geranien setzen Farbtupfer in der das Grün der Topfpflanzen entlang der gekalkten Hauswände.

Die engen, teilweise steil ansteigenden Gassen sind mit verschiedenfarbigen Natursteinen gepflastert, die zu Mosaiken zusammengefügt sind. Bunte Bildkeramiken erinnern an den letzten Aufstand und die Niederlage der maurischen Bewohner-/innen gegen die ungerechten Auflagen der christlichen Herrscher. Die Rückbesinnung auf die maurische Geschichte gehört sicherlich zum ökonomischen Konzept der Tourismusförderung, die lockere Art der Präsentation zählt zu den sympathischen.

Ein Ausflugsziel wie Frigiliana hat natürlich seine Andenkengeschäfte mit Nippes und Kunsthandwerk. Daneben bieten Genossenschaftsläden Olivenöl und Weine der Gegend, darunter die regionalen Moscatel-Weine. Eine Spezialität von Frigiliana ist der sogenannte Zuckerhonig (miel de caña), ein Sirup wie er sonst nirgends in Europa produziert wird. In dem Kulturzentrum El Apero, hier ist auch die Tourist-Information untergebracht, werden Funde aus der nahen Nekropole Cerillo de la Sombra ausgestellt.

Geschichte

Die Besiedlung der Gegend rund um Frigiliana beginnt schon in der Jungsteinzeit, archäologische Funde weisen auf eine phönizische und später römische Kolonisierung. Mit der maurischen Periode ab dem 8. Jahrhundert bahnt sich ein enormer ökonomischer Aufschwung an und Frigiliana entwickelte sich zu einem der wichtigsten Orte in der Bergregion der Axarquía. Diese positive Entwicklung wurde im Jahre 1569 mit der Vertreibung der einheimischen Bevölkerungen islamischen Glaubens unterbrochen.

Blick von Frigiliana in Richtung Costa del Sol
Blick von Frigiliana in Richtung Costa del Sol

Feste (Fiestas) in Frigiliana

  • 20. Januar: Patronatsfest San Sebastián
  • Februar / März: Karneval
  • 03. Mai: Cruz de Mayo
  • 13. Juni: Patronatsfest San Antonio mit Feria
  • Ende August: Fest der drei Kulturen (Festival Frigiliana 3 Culturas)

Essen und Trinken

La Taberna del Sacristán, am Kirchplatz (Plaza de la Iglesia Nr. 3) gegenüber von San Antonio. Oben im Dorf mit schöner Aussicht und variantenreicher Küche, Restaurant El Mirador-Frigiliana in der Calle Santo Cristo Nr. 29. Pizzeria Nueva Tahona mit Aussicht an der Plaza de las Tres Culturas Nr. 6, über der zentralen Parkgarage.

Auf der Terrasse des Restaurants El Mirador in Frigiliana
Auf der Terrasse des Restaurants El Mirador in Frigiliana

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte in Frigiliana

Zentral an der Umgehungsstraße liegt das Hotel Villa de Frigiliana. Etwas außerhalb an der Straße nach Torrox das Hotel Los Caracoles. Kleiner und preiswerter, das Hotel Las Chinas an der Plaza Doña Amparo Guerrero Nr. 14.

Frigiliana Karte und Lage


Lage: Das Dorf Frigiliana (PLZ: 29788; GPS 36.788624 / -3.894504; 3.000 Einw.) liegt auf 320 Meter Höhe im Kreis La Axarquía in der Provinz Málaga in Andalusien.

Anfahrt

Wer mit dem Auto kommt, findet entweder einen Parkplatz entlang der MA-5105 oder in der zentralen Tiefgarage an der Plaza de las Tres Culturas. Zwischen Nerja und Frigiliana verkehren Busse.

Ziele in der Umgebung

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