24. Mai 2019
Covadonga und die Bergseen: Landschaften und Wandern in den Picos de Europa

Covadonga und die Bergseen in den Picos

Es gibt tatsächlich Orte in Nordspanien, die ziehen im Sommer Besucherströme wie Magneten an. Eines davon ist die Wallfahrtsstätte Covadonga in den asturischen Picos de Europa, einem emblematischen Ort der spanischen Geschichtserzählung.

Hier kämpfte, so die Legende, im Jahre 722 der legendäre Gründer des Königreichs von Asturien Pelayo gegen einen Trupp Mauren. Himmlische Unterstützung kam von einer Jungfrau, die die Pfeile der verhassten maurischen Eindringliche auffing und mit tödlicher Wucht zurück auf die Feinde schleuderte. Diese Schlacht markiert den Anfang der Reconquista, also der Wiedereroberung der Iberischen Halbinsel von den islamischen Eindringlichen aus Nordafrika.

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Wallfahrtsstätte von Covadonga

Covadonga liegt in einem malerischen engen Tal. Eine schmale Bergstraße führt von hier aus hinauf in eines der schönsten Gebiete der Picos de Europa mit dem Gletscherseen Lago Enol und Lago de la Ercina in einer Höhe von über 1.000 Metern. Diese zweite Attraktion macht Covadonga im Hochsommer zu einem, um es etwas despektierlich zu sagen, Rummelplatz, der nur durch Sperrungen des privaten Verkehrs unter Kontrolle zu bringen ist.

Basilika von Covadonga
Basilika von Covadonga

Das Heiligtum von Covadonga besteht aus einer Grotte mit der heiligen Jungfrau, die in Spanien als La Santina bekannt ist. Daneben das Grab des Königs Pelayo, seiner Frau sowie seines Nachfolgers Alfonso I. von Asturien. Neben der heiligen Höhle entstand die notwendige Infrastruktur zur Bewältigung des Besucherandrangs. Ein Vier-Sterne-Hotel, ein Kloster, Andenkenläden sowie die neoromantische Basilika Santa María la Real de Covadonga, die im Jahre 1901 eingeweiht wurde.

Bergseen Lago Enol und Lago de la Ercina

Von Covadonga schlängelt sich die Straße über 12 Kilometer hinauf zu den Bergseen, vorbei an wunderbaren Aussichtspunkten wie dem Mirador de la Reina. Der Blick reicht weit über das Küstengebirge bis hin zum Meer. Auf den grünen Weiden grasen Kühe und Schafe. Nach der Überquerung eines Passes liegt zur rechten Seite der tiefblaue Lago Enol vor dem Panorama des westlichen Massivs der Picos de Europa mit dem 2.594 Meter hohen Torre Santa.

Am östlichen Ende des Sees zweigt die Zufahrt zu dem großen Besucherparkplatz ab. Von hier aus geht ein Rundweg über das Besucherzentrum und die Minen von Buferrera zum höher gelegenen Lago de la Ercina am Fuße des Macizo Occidental. Dort lädt eine relativ preiswerte Berghütte zu einer Pause ein. Die Ruta de los Lagos führt weiter über den Mirador Entrelagos (dt. Zwischen den Seen) hinab zum Lago Enol und zum Ausgangspunkt am Parkplatz.

Bilder von Covadonga und den Seen in den Picos

Hier im Herzen des Nationalparks liegt der Ausgangspunkt mehrerer Wanderrouten. Möglich sind Tagestouren oder Streckenwanderungen mit Übernachtungen in den Berghütten (Refugios) der Umgebung. Wanderkarten sind in den Informationsstellen des Nationalparks erhältlich.

Cangas de Onís

Ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die östlichen Picos und nach Covadonga ist die Stadt Cangas de Onís. Der Hauptort der asturischen Picos de Europa bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten sowie gute Busverbindungen zu den großen Städten in Asturien. Von hier aus verkehren die Busse nach Covadonga und die Bergseen, falls wie in der Hauptsaison die Zufahrtsstraßen gesperrt sind.

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

  • Hilfreich sind das Fremdenverkehrsamt (Oficina de Turismo) nahe der Römerbrücke an der Avenida Covadonga Nr. 1 und das Besucherzentrum des Nationalparks Casa Dago an der Avenida Covadonga Nr. 43 in Cangas de Onís
  • Individuelle Hotels und Unterkünfte in Cangas de Onís (P+)
  • Einführung in das Urlaubsziel Picos de Europa

Karte und Lage von Covadonga


Lage: Der Weiler Covadonga [Asturisch: Cuadonga] liegt auf 257 m Höhe in den Picos de Europa (GPS 43.308287, -5.051308). Covadonga ist ein Ortsteil der 11 Kilometer entfernt liegenden Stadt Cangas de Onís in Asturien.

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