18. September 2019
Getaria an der Baskischen Küste

Getaria: Seefahrer, Fischer und Wein

Die Altstadt des Fischerorts liegt auf einer schmalen Landzunge, deren Abschluss ein grüner Felsenhügel bildet. Getaria zählt zu den schönsten Küstenorten an der Baskischen Küste.

Fischerei, Tourismus und Weinbau bilden die ökonomische Grundlage des alten Städtchens, dessen Geschichte bis weit ins Mittelalter reicht. Ende des 13. Jahrhunderts, unter der Herrschaft des Königreiches von Navarra gegründet, war Getaria eine Seefahrerstadt und zählte zu den wichtigsten Häfen an diesem Küstenabschnitt. Neben dem Handel fuhren Walfänger weit hinauf in den Norden bis nach Grönland und Neufundland.

Sehenswürdigkeiten in Getaria

Am Eingang in die Altstadt steht ein Denkmal für Juan Sebastián Elcano. Dieser Kapitän war der erste, der mit seiner Mannschaft die ganze Welt umsegelte. Elcano wurde um das Jahr 1486 herum in Getaria geboren.

Schmale Gassen mit schönen Steinhäusern, deren schmiedeeiserne Balkone mit Blumen geschmückt sind, führen in das historische Zentrum. Hier erhebt sich die dreischiffige, gotische Kirche San Salvador, deren Ursprünge auf das 14. Jahrhundert zurückgehen. In dieser Kirche tagte 1397 zum ersten Mal die Generalversammlung von Gipuzkoa.

Neben der sehenswerten Altstadt zählen die Restaurants und der in der Umgebung angebaute frische Weißwein Txakoli zu den Attraktionen von Getaria. Die beiden Strände Malkorbe und Gaztetape laden durchaus zu einem Sprung ins Wasser oder ein Sonnenbad ein.

Altstadt von Getaria mit der Kirche San Salvador
Altstadt mit der Kirche San Salvador

Hinter der Kirche beginnt das Hafengebiet mit dem Fischereihafen und zahlreichen Fischrestaurants. Eine relativ neue Attraktion ist das Museum Balenciaga, welches eine große Sammlung der Arbeiten des Modeschöpfers Cristóbal Balenciaga beherbergt. Dieser wurde 1895 in Getaria geboren und startete in Paris in den 40er Jahren seine internationale Karriere.

Getaria Bilder

Spaziergänge und Wanderungen rund um Getaria

Einen schönen Blick auf die Altstadt, die beiden Strände links und rechts der Landzunge sowie auf die Küstenlinie bis zum benachbarten Zarautz sind von den Aussichtspunkten (Miradores) auf dem vorgelagerten Hügel Monte de San Antón (im Volksmund auch als Ratón de Getaria bekannt) zu genießen. Ein Rundweg führt durch den Park San Anton Mendia.

Von Getaria führt eine Promenade entlang der Küste nach Zarautz. In etwa 45 Minuten ist der bekannte Urlaubsort mit seinen schönen Stränden und der lebendigen Altstadt erreicht.

Auf dem Spuren der Küstenvariante des Jakobswegs bietet sich eine kleine Wanderung über die Hügel, Weiden und Weinberge nach Zumaia an. Der gut ausgeschilderte Wanderweg führt über die Dörfer San Prudentzio und Askizu. In Askizu gibt es eine Pilgerherberge mit Restaurant, wo eine Pause eingelegt werden kann. Die Streckenlänge des Wanderwegs beträgt 5 Kilometer und der Weg ist in 90 Minuten zu schaffen. Zurück geht es mit dem Bus.

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

Vor Ort gibt es einige empfehlenswerte Hotels sowie Ferienwohnungen für einen längeren Aufenthalt.

Getaria Karte und Lage


Lage: Die Gemeinde Getaria [Spanisch Guetaria] (PLZ 20808; GPS 43.305539, -2.200699; 2.800 Einw.) liegt westlich von San Sebastián an der baskischen Küste im Kreis Urola Kosta in der Provinz Gipuzkoa im Baskenland.

Ziele in der Umgebung von Getaria

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