Teneriffa: Die größte Insel der Kanaren mit dem höchsten Berg Spaniens

Neben den großen Touristenzentren im Norden und Süden bietet Teneriffa reizvolle Landschaften und Städte, die unbeeindruckt vom Tourismus den eigenen kanarischen Stil pflegen.

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Auf Teneriffa begann wie auf der Schwesterinsel Gran Canaria die Entwicklung des Massentourismus in den 60er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Dieser konzentriert sich bis heute auf den Süden und Norden auf einem flächenmäßig relativ kleinen Teil der größten Insel der Kanaren.

Die Attraktionen von Teneriffa

Im südlichen Zentrum der Insel mit dem Teide Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) liegen keine Dörfer oder größere Orte. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 13.000 Hektar. Ein riesiger Krater mit Lavafeldern, bizarren Felsformationen und Gesteine in den unterschiedlichsten Farben. In der Mitte der Pico del Teide, auf den bis zu einer Höhe von 3.550 Metern eine Seilbahn führt.

Landschaft im Krater Cañadas del Teide
Landschaft im Krater Cañadas del Teide

Dünn besiedelt sich auch das Teno-Gebirge im Nordwesten wie das Anaga-Gebirge im Nordosten. Reizvolle Städte sind das im spanischen Kolonialstil angelegte La Laguna (UNESCO-Weltkulturerbe), La Orotava an den Ausläufern des Teide und das Städtchen Garachico. Auch die lebendige Hauptstadt von Teneriffa Santa Cruz ist einen Besuch wert.

Das Urlaubsziel Teneriffa eignet wegen dem ausgeglichenen warmen Klimas für einen klassischen Badeurlaub mit einem breiten Sport-, Freizeit- und Unterhaltungsangebot, dies gilt insbesondere für die Wintermonate. Durchschnittstemperaturen von 22 Grad, mindestens fünf Stunden Sonnenschein am Tag und Wassertemperaturen um die 20 Grad sind angenehme Alternativen für kalte Wintertage. Für Senioren aus dem Norden gibt es interessante Angebote zu Überwintern.

Doch nur faul am Strand zu liegen, dafür die Reise nach Teneriffa eigentlich doch zu weit. Natur- und Wanderfreunde finden attraktive und abwechslungsreiche Landschaft rund um den höchsten Berg Spaniens, den Pico de Teide, mit seinen spektakulären Lavalandschaften. In einem üppigen, subtropischen Kleid präsentieren sich die Naturparks im Teno-Gebirge im Nordwesten und Anaga-Gebirge mit seinen Wanderwegen im Nordosten. Wer auf eigenen Faust wandern möchte oder Unterkünfte fernab der Touristenzentren sucht, braucht in der Regel trotz guter Busverbindungen einen Mietwagen, der schon von zuhause aus gebucht werden sollte.

Blick auf der Urlaubszentrum Puerto de la Cruz
Blick auf der Urlaubszentrum Puerto de la Cruz

Urlaubsorte auf Teneriffa

Das große Urlaubszentrum im Norden der Insel ist Puerto de la Cruz. Weil der ehemalige Hafenort über keine wirklich schönen Strände verfügt, wurde eine künstliche Badelandschaft nach den Plänen des bekannten Architekten und Künstlers César Manrique aus Lanzarote geschaffen. Die Urlaubsstadt verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit sehr guten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Charme vieler Hotels entspricht überwiegend dem Bauboom-Geschmack der touristischen Gründerzeit.

Auf Grund der Lage im Norden prägen üppiges Grün und Palmen die Stadt und die reizvolle Landschaft der Umgebung am Rande des Orotava-Tals, einem beliebten Ziel für Wanderungen. Das historische Zentrum am Hafen lässt noch ein wenig die alte bodenständige Lebensart erahnen, die vor dem Einbruch des Tourismus hier geherrscht hat. Der berühmte Loro-Park, der Tierpark mit der größten Sammlung von Papageienarten, ist einer der beliebtesten Attraktionen auf Teneriffa für die ganze Familie. Im Winter ist Puerto de Cruz auch ein Ziel zum Überwintern, insbesondere für Senioren aus dem nördlichen Europa.

Wie auf den anderen kanarischen Inseln gleicht der Süden von Teneriffa im Kontrast zum Norden einer kargen Wüstenlandschaft. Dafür gibt es hier einige ganz brauchbare Strände, die durch tägliche Pflege entsprechend aufgepeppt werden. Das älteste und größte Urlaubszentrum ist Playa de las Américas. Künstlich angelegte Gärten umgeben die nicht immer so schönen Hotelklötze, die als Standard überwiegend gehobene Mittelklasse anbieten.  Baden und Wassersport sowie Golfspielen in der Umgebung, dieses sind neben dem breiten Unterhaltungsangebot wohl die entscheidenden Pluspunkte für einen Urlaub in Playa de las Américas.

Dieser geht im Süden ohne Grenze in den ruhigeren Urlaubsort Los Cristianos über. Der Fischerhafen bringt eine gewisse Originalität für den Ort, dessen kleines Fischerviertel noch erhalten ist. Von Los Cristianos starten die Fähren zu den Nachbarinsel La Gomera, La Palma und El Hierro.

Der Hafen von Los Cristianos bei Sonnenuntergang
Der Hafen von Los Cristianos bei Sonnenuntergang

Im Südosten liegt in der Nähe des Flughafens Teneriffa Süd, das international bekannte Surferparadies El Médano, das durch moderne Gebäude und einen drei Kilometer langen Sandstrand geprägt ist.

Die Urlaubsorte nördlich von Playa de las Américas heben sich durch die hochwertigeren und teureren Hotels im Vergleich zu Süden deutlich auch in der Bauweise ab. Der Nachbarort Costa Adeje verfügt über die meisten Luxushotels in Teneriffa. Noch exklusiver geht es Playa Paraíso (trotz des Namens, gibt es hier keinen Strand) und dem weiter nördlich liegenden San Juan zu, wo eines der besten Luxushotels von Teneriffa auf einem riesigen Gelände mit eigenem Golfplatz eine Welt für sich bildet.

Individuelle Unterkünfte abseits der Strände

Wer die großen Urlaubszentren auf Teneriffa meiden möchte, findet ein guten Angeboten von Unterkünften auf dem Lande, die hier als turismo rural bezeichnet werden.

Diese sind z.B. in der nordwestlichen Inselregion zwischen den Küstenorten Punta del Hidalgo und Bajamar sowie der Weinstadt Tacoronte finden.  Die Region eignet sich zusammen mit den Städten La Laguna und Santa Cruz als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel.

Wanderer im Anaga-Gebirge
Wanderer im Anaga-Gebirge

Ein beliebter Ort für Finca-Ferien ist La Esperanza an der Straße in Richtung Teide auf knapp 900 Meter Höhe. Ähnliche Angebote gibt es in den kleinen, typisch kanarischen Städten wie Granadilla de Abona oder San Miguel de Abona in Höhenlagen um die 600 Meter im Süden von Teneriffa.

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Reiseinformationen, Unterkünfte und Links

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