19. September 2019
Reiseziel Teneriffa: Reisetipps für eine Urlaub und Ferien

Teneriffa: Die größte Insel der Kanaren mit dem höchsten Berg Spaniens

Neben den großen Touristenzentren im Norden und Süden bietet die Insel Teneriffa reizvolle Landschaften und Städte, die unbeeindruckt vom Tourismus den eigenen kanarischen Stil pflegen.

Auf Teneriffa begann wie auf der Schwesterinsel Gran Canaria die Entwicklung des Massentourismus in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dieser konzentriert sich bis heute auf den Süden und Norden auf einem flächenmäßig relativ kleinen Teil der größten Insel der Kanaren.

Die Attraktionen von Teneriffa

Die Landschaften

Im Zentrum der Insel mit dem Teide Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) liegen keine Dörfer oder größere Orte. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 13.000 Hektar. Ein riesiger Krater mit Lavafeldern, bizarren Felsformationen und Gesteine in den unterschiedlichsten Farben. In der Mitte ragt der Gipfel Pico del Teide in den Himmel. Eine Seilbahn führt hinauf auf eine Höhe von 3.550 Metern.

Dünn besiedelt sind auch das Teno-Gebirge im Nordwesten und das Anaga-Gebirge im Nordosten. Reizvolle Städte sind das im spanischen Kolonialstil angelegte La Laguna (UNESCO-Weltkulturerbe), La Orotava an den Ausläufern des Teide und das Städtchen Garachico. Auch die lebendige Hauptstadt von Teneriffa Santa Cruz ist einen Besuch wert.

Das Klima

Das Urlaubsziel Teneriffa eignet wegen dem ausgeglichenen warmen Klimas für einen klassischen Badeurlaub mit einem breiten Sport-, Freizeit- und Unterhaltungsangebot. Dies gilt insbesondere für die Wintermonate. Durchschnittstemperaturen von 22 Grad, mindestens fünf Stunden Sonnenschein am Tag und Wassertemperaturen um die 20 Grad sind angenehme Alternativen für kalte Wintertage in Mitteleuropa. Für Senioren aus dem Norden gibt es interessante Angebote zum Überwintern.

In den Siete Cañadas der Caldera des Teide-Nationalparks
In den Siete Cañadas der Caldera des Teide-Nationalparks

Wandern auf Teneriffa

Doch nur faul am Strand zu liegen, dafür ist die Reise nach Teneriffa eigentlich doch zu schade. Natur- und Wanderfreunde finden attraktive und abwechslungsreiche Landschaften rund um den höchsten Berg Spaniens, den Pico de Teide, mit seinen spektakulären Lavalandschaften.

In einem üppigen, subtropischen Kleid präsentieren sich die Naturparks im Teno-Gebirge im Nordwesten und im Anaga-Gebirge mit schönen Wanderwegen im Nordosten. Wer auf eigenen Faust wandern möchte oder Unterkünfte fernab der Touristenzentren sucht, braucht in der Regel trotz guter Busverbindungen einen Mietwagen, der schon von zuhause aus gebucht werden sollte.

Urlaubsorte auf Teneriffa

Der Norden

Das große Urlaubszentrum im Norden der Insel ist Puerto de la Cruz. Der ehemalige Hafenort verfügt über keine wirklich schönen Strände. Daher gestaltete der Architekt und Künstler César Manrique von der Nachbarinsel Lanzarote eine künstliche Badelandschaft. Die Urlaubsstadt verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit sehr guten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Charme vieler Hotels entspricht überwiegend dem Bauboom-Geschmack der touristischen Gründerzeit.

Blick auf der Urlaubszentrum Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa
Blick auf der Urlaubszentrum Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa

Aufgrund der Lage im Norden prägen üppiges Grün und Palmen die Stadt. Die reizvolle Landschaft der Umgebung am Rande des Orotava-Tals ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen. Das historische Zentrum am Hafen lässt noch ein wenig die bodenständige Lebensart erahnen, die vor dem Einbruch des Tourismus hier geherrscht hat.

Der berühmte Loro-Park, der Tierpark mit der größten Sammlung von Papageienarten, ist einer der beliebtesten Attraktionen auf Teneriffa für die ganze Familie. Im Winter ist Puerto de Cruz auch ein Ziel zum Überwintern, insbesondere für Senioren aus dem nördlichen Europa.

Der Süden

Wie auf den anderen kanarischen Inseln gleicht der Süden von Teneriffa im Kontrast zum Norden einer kargen Wüstenlandschaft. Dafür gibt es hier einige ganz brauchbare Strände, die durch tägliche Pflege entsprechend aufgepeppt werden.

Im Südosten liegt in der Nähe des Flughafens Teneriffa Süd das international bekannte Surferparadies El Médano. Moderne Gebäude und ein drei Kilometer langer Sandstrand prägen den Urlaubsort.

Das älteste und größte Urlaubszentrum ist Playa de las Américas. Künstlich angelegte Gärten umgeben die nicht immer so schönen Hotelbauten. Der Standard des Hotels entspricht überwiegend der gehobenen Mittelklasse. Baden und Wassersport sowie Golf, dieses sind neben dem breiten Unterhaltungsangebot wohl die entscheidenden Pluspunkte für einen Urlaub in Playa de las Américas.

Dieser Badeort geht im Süden ohne Grenze in den ruhigeren Urlaubsort Los Cristianos über. Der Fischerhafen bringt eine gewisse Originalität für den Ort, dessen kleines Fischerviertel noch erhalten ist. Von Los Cristianos starten die Fähren zu den Nachbarinseln La Gomera, La Palma und El Hierro.

Der Hafen von Los Cristianos bei Sonnenuntergang
Der Hafen von Los Cristianos bei Sonnenuntergang

Der Südwesten

Die Urlaubsorte nördlich von Playa de las Américas heben sich durch die hochwertigeren und teureren Hotels im Vergleich zu Süden deutlich auch in der Bauweise ab. Der Nachbarort Costa Adeje verfügt über die meisten Luxushotels auf Teneriffa. Noch exklusiver geht es in Playa Paraíso (trotz des Namens, gibt es hier keinen Strand) und dem weiter nördlich liegenden San Juan zu, wo eines der besten Luxushotels von Teneriffa auf einem riesigen Gelände mit eigenem Golfplatz eine Welt für sich bildet.

Individuelle Unterkünfte abseits der Strände

Wer die großen Urlaubszentren auf Teneriffa meiden möchte, findet ein gutes Angeboten von Unterkünften auf dem Lande, die hier als turismo rural bezeichnet werden.

Diese sind z.B. in der nordwestlichen Inselregion zwischen den Küstenorten Punta del Hidalgo und Bajamar sowie der Weinstadt Tacoronte finden.  Die Region eignet sich zusammen mit den Städten La Laguna und Santa Cruz als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel.

Wanderer im Anaga-Gebirge auf Teneriffa
Wanderer im Anaga-Gebirge auf Teneriffa

Ein beliebter Ort für Finca-Ferien ist La Esperanza an der Straße in Richtung Teide auf knapp 900 Meter Höhe. Ähnliche Angebote gibt es in den kleinen, typisch kanarischen Städten wie Granadilla de Abona oder San Miguel de Abona in Höhenlagen um die 600 Meter im Süden von Teneriffa.

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