18. September 2019
Provinz Granada

Granada (Provinz): Maurisches Erbe, hohe Berge und reizvolle Dörfer

Die Highlights der Provinz Granada sind das Top-Städtereiseziel Granada, die Schneeberge der Sierra Nevada, das maurische geprägte Hochtal der Las Alpujarras sowie die Urlaubsorte am Mittelmeer an der Costa Tropical.

Die nach der Einwohnerzahl viertgrößte der acht Provinzen in Andalusien erstreckt sich vom Mittelmeer bis hinauf in die Hochebenen im Nordosten an den Ausläufern der Sierra de Segura. Die höchsten Berge des spanischen Festlands, die Sierra Nevada, verlaufen parallel zur Küste und bilden so eine natürliche Grenze. Diese wird nur durch den Verlauf der heutigen Autobahn A-44 zwischen den Städten Granada und Motril durchbrochen.

Ein Highlight in Andalusien: Die Stadt Granada

Das Königreiche Granada war bis zum Jahre 1492 die letzte maurisch-islamische Bastion auf europäischem Boden. Und so zählt die traumhafte Schloss der Herrscherdynastie der Nasriden, die Alhambra in der Stadt Granada, zu den mit Abstand bedeutendsten Reisezielen in der Provinz Granada. Daneben stehen die Gartenanlage Generalife und das Viertel Albaicín auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Für einen Besuch von Granada sind mindestens zwei Tage einzuplanen. Und wichtig, die Eintrittskarten für die Alhambra sollten mehrere Wochen im Voraus gebucht werden.

Blick vom Mirador de San Nicolás auf die Alhambra und die Sierra Nevada
Blick vom Mirador de San Nicolás auf die Alhambra und die Sierra Nevada

Die Granadinische Küste

Über die Autobahn A-44 ist die Küste der Provinz von Granada aus mit dem Auto in einer Stunde erreichbar. Mit dem Bus dauert es etwa eine halbe Stunde länger. Die Costa Granadina, oder auch seit Jahren werbewirksamer Costa Tropical benannt, erstreckt sich über ca. 70 Kilometer von La Herradura im Westen bis nach La Rábita im Osten.

Castillo Arabe in Salobreña
Castillo Arabe in Salobreña

Der mit Abstand bedeutendste Urlaubsort ist Almuñécar, gefolgt von Salobreña. Beide Küstenorte stehen auch in den Katalogen deutscher Reiseveranstalter für einen Pauschalurlaub. Neben langen und gut gepflegten Stränden bietet vor allem Salobreña landschaftlich einen reizvollen Akzent. Weiße Häuser erklimmen den Felsklotz am Meer, auf dessen Spitze sich eine maurische Burg erhebt. Daher ist Salobreña vielleicht der beste Tipp für einen Badestopp oder ein paar Tage Strandurlaub während einer Rundreise durch die Provinz Granada.

Sierra Nevada

Wer einmal vom Mirador de San Nicolás in Granada auf die schneebedeckte Bergkulisse hinter der Alhambra geschaut hat, wird vielleicht Lust verspüren, einen Ausflug in die höchsten Berge des spanischen Festlands zu unternehmen. Auf deren Pisten in der Höhenlagen ist von Dezember bis in den Mai hinein Skilaufen möglich. Der höchste Ort der Sierra Nevada ist Pradollano auf über 3.000 Metern Höhe. Dieser ist mit dem Auto in etwa 60 Minuten von Granada aus zu erreichen.

Von dort aus sind Wanderungen in den Nationalpark Sierra Nevada bis zu den Gipfeln Pico del Veleta (3.396 m) und Mulhacén (3.479 m) zu unternehmen. Die vor Jahrzehnten noch mit dem Auto mögliche Querung der Sierra Nevada auf der damals höchsten öffentlichen Passstraße Europas ist nach der Einrichtung des Nationalparks nur noch zu Fuß als Wanderung erlaubt.

Die Höhlenwohnungen von Guadix

In der Hochebene nordöstlich von Granada liegt die Stadt Guadix. In den weichen Untergrund aus Tuffgestein wurden Wohnhöhlen gegraben, in denen zeitweise bis zu 10.000 Menschen lebten. Im Barrio de las Cuevas in Guadix ist in einer Höhle ein Museum untergebracht, in dem die Vorzüge des Wohnens ohne Heizung oder Klimaanlage demonstriert wird. Und dies bei einer konstanten Temperatur um 20 Grad, egal ob Sommer oder Winter.

Das Bergdorf Trevélez in den Alpujarras vor der schneebedeckten Sierra Nevada
Das Bergdorf Trevélez in den Alpujarras vor der schneebedeckten Sierra Nevada

Las Alpujarras

Südlich der Sierra Nevada liegt ein einzigartiges Hochtal, die maurisch geprägten Alpujarras. Nach der Eroberung von Granada zogen sich Teile der islamischen Bevölkerung dorthin zurück und konnten noch eine Zeitlang relativ unbehelligt nach ihren Traditionen leben. Für eine Tour durch die Alpujarras sollte mindestens ein Tag eingeplant werden, am besten mit einer Übernachtung in einem der typischen Bergdörfern. Orte wie das auf 1.470 m liegende Trevélez sind beliebte Ausgangspunkte für Wanderungen in den Nationalpark Sierra Nevada.

Der Weg in die Alpujarras führt von Granada über die Kurstadt Lanjarón, bekannt für das landesweit erhältliche Mineralwasser. Eine Alternative bietet die Zufahrt von Guadix über das reizvolle Dorf La Calahorra und den Pass Puerto de La Ragua (2.041) nach Laroles.

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

Teilen mit: