18. September 2019

Calatayud: Eine sehenswerte Mudéjarstadt in Aragón

Die Stadt Calatayud liegt in einer fruchtbaren Ebene am Fluss Jalón, der bei Alagón in den Ebro mündet. Die Ursprünge des Ortes gehen auf die römische Stadt Augusta Bilbilis zurück.

Im 8. Jahrhundert errichteten die Mauren in der Nähe der Siedlung eine Burg mit dem Namen Qal’at Ayyub, die so Namensgeberin für die heutige Kleinstadt mit ca. 20.000 Einwohnern wurde.

Im Jahr 1120 eroberte der aragonesische König Alfonso I. die Stadt. Calatayud erhielt Stadtrechte und entwickelte sich nach Zaragoza zur zweitwichtigsten Stadt in Aragón. 1481 unterzeichnete Fernando de Guanarteme hier die Carta de Calatayud, welche die Kapitulation der einheimischen Bevölkerung von Gran Canaria und damit die Eingliederung der kanarischen Insel in den Herrschaftsbereich Spaniens besiegelte.

Sehenswürdigkeiten in Calatayud

Calatayud gehört wie Daroca, Tarazona und Teruel zu den Mudéjarstädten in Aragón. Als Mudéjarstil wird eine Architektur bezeichnet, die in der Tradition des maurischen Baustils steht, aber nach der Reconquista unter christlicher Herrschaft ausgeführt wurde. Als exemplarisch für diesen Baustil gelten zahlreiche Kirchtürme im Zentrum von Calatayud.

Ein eindrucksvolles Beispiel ist der achteckige Kirchturm der Colegiata de Santa María la Mayor. Die Kirche wurde im Zentrum der mittelalterlichen Altstadt an der Stelle der ehemaligen Moschee erbaut. Der Turm zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eine weitere Kirche in diesem Stil ist die dreischiffige Iglesia de San Andrés. Die Iglesia de San Juan el Real beherbergt einige Gemälde des jungen Goya. Einen schönen Ausblick auf die Stadt bietet sich von der höher gelegenen Kirche Nuestra Señora de la Peña.

Kirchturm der Kirche Santa María la Mayor in Calatayud
Kirchturm der Kirche Santa María la Mayor in Calatayud

Die Altstadt von Calatayud ist keine echte Schönheit, zahlreiche Gebäude scheinen dem Verfall preisgegeben zu sein. Einen Kontrast zu den engen Gassen bildet der breite Paseo Cortes de Aragón, der den südlichen Abschluss der Altstadt bildet. Außerhalb der Stadt liegt auf einem Hügel die Ruinen der maurische Burg Qal’at Ayyub, die zu den ältesten Festungsanlagen ihrer Art auf der Iberischen Halbinsel zählt.

Anreise und Ziele in der Umgebung

Calatayud liegt ca. 85 Kilometer südwestlich von Zaragoza an der Autobahn A-2. Das Fremdenverkehrsamt liegt am Plaza Santa Teresa s/n. Die Calle Fernández Ardavín führt zu einem zentralen Park- und Wohnmobilstellplatz.

Plaza de España im Herzen der Altstadt von Calatayud
Plaza de España im Herzen der Altstadt von Calatayud

Ca. 27 Kilometer südwestlich von Calatayud liegt bei Nuévalos in landschaftlich schöner Lage das ehemalige Zisterzienserkloster Monasterio de Piedra. Hier gibt es auch die Möglichkeit in einer der Klosterzellen zu übernachten. Die Anfahrt kann direkt von Calatayud über die Landstraße A-202 erfolgen. Landschaftlich schöner ist die Strecke von dem kleinen Badeort Alhama de Aragón an der Autobahn A-2 entlang des Stausees Tranquera über Nuévalos zum Kloster.

Blick auf die Altstadt von Calatayud

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte in Calatayud

  • Das Fremdenverkehrsamt von Calatayud liegt am Plaza de España im Casa Consistorial (Rathaus). Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9.30 bis 13.30 und 16.00 bis 20.00 Uhr. Sonntags 9.30 bis 13.30
  • Individuelle Hotels und Unterkünfte in Calatayud (P+)
  • An der Calle Fernández Ardavín liegt im Recinto Ferial (Messegelände) ein Wohnmobilstellplatz, GPS 41.35056/-1.64833

Karte und Lage von Calatayud


Lage: Die Stadt Calatayud (PLZ 50300; GPS 41.353215/ -1.646799; 20.000 Einw.) liegt auf 536 m Höhe in der Provinz Zaragoza im Westen von Aragón.

Reiseziele in der Umgebung

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