Cáceres: Eine der schönsten mittelalterlichen Städte in Spanien

Cáceres (Extremadura)

Die Stadt Cáceres in der Extremadura zählt zu den schönsten mittelalterlichen Orten in Spanien. Die historische Altstadt Barrio Monumental wurde als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Inhalt
Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Bilder
Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte
Karte und Lage

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz liegt auf 459 Meter Höhe im Nordwesten der Extremadura. 95.000 Menschen leben in der relativ modernen Stadt.

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Cáceres

Das Zentrum bildet der Plaza Mayor (siehe Stadtplan) mit dem Rathaus. Der lebendige Platz ist umgeben von Bars und Restaurants. An der Altstadt zugewandten Seite erhebt sich der Torre de Bujaco. Dieser Turm wurde im 12. Jahrhundert von den maurischen Almohaden über einer römischen Festung errichtet.

Große Teile der historischen Stadtmauern und viele der Stadttore sind erhalten. Vom Torre de Bujaco ist es möglich, ein Stück auf der Stadtmauer zu spazieren.

An der Plaza Mayor führt der Weg durch die Puerta de la Estrella in die mittelalterliche Altstadt. Hier lohnt sich ein kurzer oder längerer Bummel durch die engen Gassen. Der Weg führt vorbei an beeindruckenden Palästen, Kirchen und schönen kleinen Plätzen.

Nach der Eroberung der islamischen Stadt durch den König Alfonso IX de León im Jahre 1229 wurden die Moscheen zu Kirchen umgebaut, die neuen christlichen Herren übernahmen die maurischen Stadtpaläste. Herausragende Beispiele sind der Palacio de los Golfines de Abajo, die Casa de los Becerra, der Palacio de las Cigüeñas oder der Palacio de Carvajal. Bauten mit wenigen Fenstern und hohen Türmen, die als düstere Trutzburgen daran erinnern, dass sich die neuen Herrscherfamilien nicht sicher fühlten. Die meisten von ihnen sogen ihren Reichtum aus den Ländereien in der verarmten Extremadura.

Kathedrale von Cáceres

Die erste Station auf einem Rundgang ist die Plaza de Santa María mit der Konkathedrale und schönen Adelspalästen. Die Kirche Santa María de Cáceres wurde in ihrer jetzigen Form im 15. und 16. Jahrhundert auf den Fundamenten einer älteren Kirche errichtet. Sehenswert ist der Hauptaltar aus Zedernholz. Vom Glockenturm der Kirche genießen wir einen der schönsten Aussichten auf die Altstadt von Cáceres.

Weiter in südwestlicher Richtung liegt der nächste kleine Platz, die Plaza de San Jorge. Beeindruckend ist der Palast der Adelsfamilie Los Golfines. Die Familie der “Wegelagerer” unterhielt gute Kontakte zu den spanischen Königen.

Von der Plaza San Jorge führte eine Treppe vorbei an der Kirche Iglesia de San Francisco Javier hinauf zur Plaza de San Mateo. Die barocke Kirche (18 Jh.) mit den beiden quadratischen, weiß getünchten, Türmen errichten die Jesuiten.

Auf dem höchsten Punkt des historischen Viertels Barrio Monumental liegt die Plaza de San Mateo. Die gotische Kirche San Mateo stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Museum von Cáceres

Wir halten uns weiter in östlicher Richtung und gelangen über die Plaza die San Pablo mit dem Palacio de las Cigüeñas (Palast der Schwäne) auf die Plaza de las Veletas. Auf dem Boden der einstmaligen maurischen Königsburg stehen heute der Palacio de las Veletas und die Casa de Caballos, der ehemalige Marstall. Das Museo de Cáceres beherbergt eine interessante archäologische und ethnografische Ausstellung sowie eine Gemäldeausstellung. Die Hauptattraktion ist jedoch die maurischen Zisterne (Aljibe), die ab dem 11. Jahrhundert angelegt wurde. Diese zählt zu den größten historischen Wasserspeichern in Spanien. Von oben fällt das Licht auf das Wasser, in dem sich die Hufeisenbögen spiegeln.

Wer am Abend durch die Altstadt bummelt, merkt schnell, besonders dann, wenn gerade keine kulturelle Veranstaltung stattfindet, dass sich die Altstadt von Cáceres stark zu einem musealen Ort entwickelt hat. Hier leben kaum noch Menschen, die Zahl der geöffneten Bars und Restaurants ist begrenzt. Jetzt tobt das Leben auf der Plaza Mayor, der Calle Gran Vía und der Geschäftsstraße Calle Pintores, die beide zu der lebendigen Plaza de San Juan führen.

Die jüdischen Viertel

Im Mittelalter lebte in Cáceres eine bedeutende jüdische Gemeinde. Am östlichen Rand des Altstadthügels im Viertel Barrio de San Antonio drängen sich die kleinen weißen Häuser des alten Jüdischen Viertels (Judería Vieja) an den Abhang. An Rande der Stadtmauer erhebt sich der maurische Turm Baluarte de los Pozos, der u.a. als Wasserspeicher diente. Von hier aus bietet sich eine schöne Aussicht auf die Umgebung. Ein Informationszentrum informiert u.a. über das Leben des Juden vor ihrer Vertreibung aus Spanien. Später entstand am westlichen Stadtrand das neue jüdische Viertel. Dessen Synagoge etwa dort stand, wo sich heute in der Calle Moret der Palacio de la Isla befindet.

Museum für moderne Kunst

Mit dem modernen Anbau wurde die Ausstellungsflächen des Kunstmuseums Centro de Artes Visuales Helga de Alvear in der Calle Pizarro Nr. 10 bedeutend erweitert. Die Sammlung umfasst mehr als 3.000 Werke zeitgenössischer Künstler:innen wie Ai Weiwei, Roy Lichtenstein, Joseph Beuys, Dan Flavin, Josef Albers, Paul Klee, Nan Goldin und Jenny Holzer.

Attraktionen außerhalb der Altstadt

Westlich der Altstadt liegt der Parque del Príncipe. Die beliebte Parkanlage ist die grüne Lunge von Cáceres, ideal, um am Morgen eine Runde zu joggen. Eine der Attraktionen ist die Skulpturenausstellung mit über 20 Werken moderner Kunst.

Schöne Ausblicke auf die Altstadt und die raue Umgebung von Cáceres bietet ein Spaziergang zum Santuario de la Montaña auf einem Hügel östlich der Altstadt. Das Heiligtum beherbergt die Jungfrau Virgen de la Montaña, die Stadtpatronin von Cáceres. Der Weg (ca. 5 km hin und zurück) führt vorbei an mehreren Aussichtspunkten.

Restaurants und Ausgehen

Ein Besuch von Cáceres lohnt sich nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten in der mittelalterlichen Altstadt. Das Städtchen ist bekannt für die guten Restaurants und das leckere Essen. Im Jahre 2015 trugt die Stadt den Titel “Spanische Hauptstadt der Gastronomie”.

Eines der besten Restaurants ist das Restaurant Atrio an der Plaza de San Mateo Nr. 1 in der Altstadt. Das Spitzenrestaurant unterhält einen vorzüglichen Weinkeller. Wer möchte, kann in dem angeschlossenen Hotel übernachten.

Rund um die Plaza de San Juan südwestlich der Altstadt liegen einige gute Restaurants für den Abend. Empfehlenswerte Lokale sind z.B. die Tapas Bar Tapería Yuste oder das Restaurant El Figón de Eustaquio.

Anreise

Cáceres liegt an der wichtigen Nordsüdverbindung Autobahn der Autobahn A-66 bzw. der Nationalstraße N-630. Der Bahnhof liegt ca. 2,5 km vom Zentrum entfernt am südwestlichen Stadtrand, Zugverbindungen nach Badajoz, Mérida und Madrid. In der Nähe des Bahnhofs befindet sich auch der zentrale Busbahnhof in der Calle de Túnez. Von hier aus gibt es Busverbindungen nach Salamanca, Sevilla, Trujillo und Zafra.

Cáceres Bilder und Sehenswürdigkeiten

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

Zum Übernachten gibt es in Cáceres neben dem Parador eine Reihe weiterer ausgezeichneter Hotels, aber auch Ferienwohnungen und Apartments für einen längeren Aufenthalt.

Cáceres Karte und Lage

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Lage: Die Stadt Cáceres (PLZ 10001; GPS 39.474633, -6.371716; 96.000 Einw.) liegt in der gleichnamigen Provinz in der Extremadura.

Interessante Ziele in der Umgebung

  • Salamanca, sehenswerte Universitätsstadt ⇨ 201 km A-66
  • Trujillo, historische Kleinstadt ⇨ 46 km A-58
  • Mérida, UNESCO-Welterbe ⇨ 76 km A-66
  • Malpartida de Cáceres, Vostell Museum und Los Barruecos ⇨ 12 km Nationalstraße N-521
  • Alcántara, Dorf mit Römerbrücke über den Tajo ⇨ 66 km Landstraße EX-207
  • Badajoz, Provinzhauptstadt an der Grenze zu Portugal ⇨ 93 km EX-100