15. August 2020
Mondoñedo

Mondoñedo: Ein Abstecher ins Hinterland der Rías Altas

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Das Städtchen Mondoñedo im Hinterland der Rías Altas hat bessere Zeiten gesehen. Dennoch lohnt sich ein Stopp oder Abstecher von der galicischen Nordküste.

Überblick
Sehenswürdigkeiten
Bilder
Reiseinformationen und Unterkünfte
Karte

Im Mittelalter war der Ort Hauptstadt einer galicischen Provinz und Sitz eines Bischofs. Aus diesen Zeiten stammen die sehenswerte Kathedrale, einige Klöster und Stadtpaläste. Heute ist der Ort immerhin noch Hauptort des Kreises La Mariña Central, zu dem auch der Küstenort Foz gehört. Weiterhin ist die Stadt offizieller Sitz des Bistums Mondoñedo-Ferrol.

In den letzten 100 Jahren hat sich die Zahl der Einwohner-/innen mehr als halbiert. Knapp 4.000 Menschen leben hier noch. Ein wenig Industrie am Ortsrand, Verwaltung und Dienstleistung sind die Bereiche, die Arbeit geben. Die Stadtverwaltung gibt sich Mühe, Touristen freundlich zu empfangen. Die Orientierung, die allerdings auch nicht kompliziert ist, wird durch Informationstafeln (leider nur auf Spanisch) erleichtert.

Wer mit dem Auto kommt, sollte den Wagen gleich außerhalb der kleinen Altstadt parken, die Gassen im Zentrum sind teilweise eng und Parkplätze dementsprechend rar.

Sehenswürdigkeiten in Mondoñedo

Einen stimmungsvollen Zugang ins Zentrum bietet z.B. die Rúa do Camino Norte. Diese Straße erinnert mit ihrem Namen gleich daran, dass Mondoñedo eine Station auf der nördlichen Variante des Jakobswegs ist.  Der Camino de Santiago de la Costa führt bis Ribadeo an der Küste entlang und setzt dann zur Überquerung des Kantabrischen Gebirges an.

In wenigen Minuten erreichen wir den Vorplatz der Kathedrale von Mondoñedo, der je nach Vorlieben Praza da Catedral oder Praza de España genannt wird.

Die Kathedrale Santa María de la Asunción ist die zentrale und wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. Die Bauarbeiten begannen im 12. Jahrhundert. Geweiht wurde das Gotteshaus jedoch erst im Jahre 1242. Der Bau hat romanische, gotische und barocke Stilelemente. Ein kleiner Kreuzgang, in dessen Mitte ein gotisches Cruceiro (Wegkreuz) steht, verbindet die Kathedrale mit dem benachbarten Bischofspalast. Angeschlossen ist ein Museum.

Die Diözese und Kathedrale von Mondoñedo haben eine Vorgeschichte, die bis ins 6. Jahrhundert reicht. Diese beginnt mit der Klosterkirche San Martín de Mondoñedo in der Nähe von Foz, die von dem Erzbischof Martin von Braga gegründet wurde. Diese kleine Kirche liegt in der Nähe der Küste und wurde immer wieder von Normannen und Wikingern angegriffen. Schließlich wurde die Verlegung ins Hinterland geplant und die neue Bischofskirche gebaut.

Es macht Spaß, durch die Gassen des Ortes zu laufen und hier und dort einen kleinen Stopp zu machen. Ein Museum will uns über die Geschichte des Jakobswegs informieren, ein anderes widmet sich dem Magier Merlin. Rechts und links stehen mit Galerien oder Balkonen ausgestattete Häuser. Viele davon sind geschmückt mit dem Wappen ihrer Erbauer.

Und immer wieder geht es wie an einem magischen Faden gezogen zurück auf den Vorplatz der Kathedrale. Leider beeinträchtigen die geparkten Autos die Atmosphäre des Platzes. Erst auf den zweiten Blick fällt der auf einer Bank sitzenden Herr auf, der den Platz und die Kathedrale fest im Blick hat. Es ist Álvaro Cunqueiro (1911 – 1981), Sohn der Stadt, Schriftsteller und Publizist, der auf Seiten Francos gegen die spanische Republik kämpfte, sich aber später von der Falange trennte.

Mondoñedo Bilder

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte in Mondoñedo

Wer vor Ort übernachten möchte, findet ein Hotel sowie ein kleines Angebot von ländlichen Unterkünften.

Mondoñedo Karte und Lage

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Lage: Die Stadt Mondoñedo (PLZ 27740; GPS 43.430227, -7.361868; 3.800 Einw.) liegt auf 140 m Höhe im Kreis A Mariña Central in der Provinz Lugo in Galicien.

Anreise

Die Stadt liegt an der Küstenautobahn A-8 (Autovía del Cantábrico). Diese trifft bei Baamonde auf die Autobahn A-6 (Autovía del Noroeste), welche A Coruña über Lugo mit Madrid verbindet.

Ziele in der Umgebung

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