Die Playa de Malkorbe und Fischereihafen von Getaria (Baskische Küste)

Baskenland: Ein Ziel für den Sommerurlaub

Das spanische Baskenland ist eines der interessantesten Reiseziele auf der iberischen Halbinsel. Die nordspanische autonome Region zählt, trotz der bekannten Städtereiseziele wie San Sebastián und Bilbao, jedoch nicht zu den großen Tourismusmagneten.

Das Baskenland ist kein Ziel für den Massentourismus. Dies mag ein Argument für diejenigen sein, die gern individuell reisen, sich mit dem Reiseziel Baskenland zu beschäftigen.

Das País Vasco (Spanisch) bzw. Euskadi (Baskisch) ist die am dichtesten besiedelte und industrialisierte Gemeinschaft in Nordwestspanien. Hier rauchen noch die Schornsteine, auch wenn glücklicherweise zu sagen ist, überwiegend nur im übertragenen Sinne. 2,2 Millionen Menschen leben im Baskenland auf einer Fläche von knapp 7.200 Quadratkilometern.

Hauptreiseziele im Baskenland

Die Landschaft des Baskenlandes gliedert sich in zwei unterschiedliche Zonen. Die beiden nördlichen Provinzen Gipuzkoa (Guipúzcoa) und Biskaia (Vizcaya) sind geprägt durch die grüne, extrem abwechslungsreiche Küste mit den großen Städten San Sebastián und Bilbao sowie den vielen kleineren Fischer- und Badeorten an der baskischen Küste, der Costa Vasca.

Dahinter folgt ein überwiegend karstiges Mittelgebirge mit grünen Feldern, Wiesen und Wäldern. In den Tälern liegen kleinere Städte und Dörfer, die teilweise durchaus stark industrialisiert sind. Viele Landschaften im Baskischen Bergland sind als Naturparks ausgewiesen. An landschaftlich reizvollen Stellen sind Klöster wie das der Madonna von Arantzazu, der Schutzheiligen der Provinz Gipuzkoa, zu entdecken.

Fischer bei der Arbeit im Fischereihafen von Getaria (Baskenland)
Fischer bei der Arbeit im Fischereihafen von Getaria (Baskenland)

Einen Kontrast zu dem grünen und relativ feuchten Norden bildet der trockene Süden des Baskenlands mit der Provinz Araba (Álava), dessen Zentrum die Hauptstadt des Baskenlandes Vitoria Gasteiz ist. Die südliche Ebene entlang des Flusses Ebro weist in geschützter Lage schon ein mittelmeerähnliches Klima auf. Vor mehr als 2000 Jahren begründeten hier die Römer die Tradition des Weinbaus. Die Rotweine aus der Rioja Alavesa gelten als spanische Spitzenweine.

Während die Baskische Küste vor allem Badeurlauber und Surfer anzieht, ist das gebirgige Hinterland ein Urlaubsziel für Alle, die gerne Wanderungen oder Touren mit dem Mountainbike unternehmen.

Das alte Rathaus von Pasai Donibane am Plaza Santiago
Das alte Rathaus des Fischerortes Pasai Donibane am Plaza Santiago

Weitere Argumente für einen Urlaub im Baskenland

Neben der Küste, den reizvollen Städten und abwechslungsreichen Landschaften gibt es ein weiteres Argument das Baskenland zu besuchen: Die baskische Küche hat sich einen sehr guten Ruf erarbeitet.

San Sebastián ist stolz auf die hohe Zahl der Sternerestaurants pro Quadratmeter. In Euskadi ist gutes Kochen ein Freizeitvergnügen, wie die vielen lokalen Kochclubs zeigen. Die Pintxos, wie die Tapas hier heißen, zählen zu den besten in Spanien. Dazu passen vorzüglich der trockene Weißwein Txakoli oder der gute rote Wein aus der Rioja. Die Basken pflegen ihre eigene Sprache und Kultur.

Der Kampf für Eigenständigkeit und Unabhängigkeit wird im Baskenland nicht mehr mit Waffen geführt, allerdings weiterhin mit großer politischer Schärfe. Dies wird überall im Lande sichtbar. Basken lieben ihre ausgefallenen Sportarten, die alten Tänze und Musik.

Fiesta San Fausto: Fest in Durango im Baskenland
Fiesta San Fausto: Fest in Durango im Baskenland

Jedes Dorf und jeder Stadt feiert mindestens einmal im Jahr ein großes Fest. Wer etwas in die baskische Kultur eintauchen möchte, sollte ein solches Patronatsfest besuchen, am besten in einem Dorf oder Stadt abseits der Ferienzentren an der Küste.

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