25. August 2019
Sevilla Provinz: Reiseziele und Reisetipps zu sehenswerten Städten und Landschaften

Sevilla (Provinz): Ein Wegweiser durch die Umgebung von Sevilla

Die kleinen Landstädte in der Provinz Sevilla bilden ein ruhiges, aber reizvolles Kontrastprogramm zur quirligen Hauptstadt Andalusiens.

Die Stadt Sevilla überstrahlt wegen ihrer Attraktivität alle anderen Ziele in der Provinz. Dies hat zur Folge, dass die kleinen Schätze fast unsichtbar werden. Aber das ist schade! Wer eine Rundreise durch Andalusien macht, wird je nach Tourenverlauf an weiteren interessanten Orte und Städte vorbeikommen.  Eine gute Gelegenheit, dort einen Stopp oder Übernachtung einzuplanen.

Topziel Sevilla

Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Andalusien, die Hauptstadt Sevilla, bietet sowohl historische Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale oder den Alcázar, aber auch moderne Architektur, lebendige Viertel und die Kultur des Flamencos. Für einen Besuch der Metropole am Guadalquivir sollten mindesten drei Tage eingerechnet werden. Dies ist schon knapp bemessen, aber hinreichend, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Fundación Tres Culturas in Sevilla (Andalusien)
Fundación Tres Culturas in Sevilla (Andalusien)

Die Provinz Sevilla erstreckt sich vom Mittelgebirge der Sierra Morena im Norden, welche die Grenze zur Extremadura bildet, über die fruchtbare Ebene des Flusses Guadalquivir bis zu den Ausläufern der Betischen Kordillere im Süden.

Sevilla liegt an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung, die schon zur Zeit der römischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel bis weit in den Norden als Straße gepflastert war. Diese Route wird heute von der Autobahn A-66 nachgezeichnet. Für eine Tour durch Andalusien haben die Autobahn A-4 nach Córdoba und die A-92 nach Málaga bzw. Granada eine größere Bedeutung.

Itálica

Nördlich von Sevilla liegen die Ruinen der römischen Stadt Itálica. Hier wurde die Kaiser Trajan und Hadrian geboren. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das große Amphitheater, Tempel und Thermen sowie die gut erhaltene Mosaikböden. Die Ausgrabungsstätte liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Santiponce.

Kleine sehenswerte Städte in der Provinz Sevilla

Zwischen Sevilla und Córdoba liegen am Rande der A-4 die beiden sehenswerten Städte Carmona und Écija in der Tiefebene des Flusses Guadalquivir.

Das alte Städtchen Carmona wurde auf einen Hügel errichtet und wird von einer Burg gekrönt. In dem Kastell ist heute ein Luxushotel der Parador-Kette untergebracht. Von hier oben geht der Blick über fruchtbaren Felder der Ebene bis hin zu den Bergen der Sierra Morena.

Der Hauptplatz Plaza de España in Écija
Der Hauptplatz Plaza de España in Écija

Ganz im Osten der Provinz liegt die kleine Barockstadt Écija. Schon bei der Anfahrt fällt der Blick auf die vielen schlanken Kirchtürme, welche das Ortsbild prägen. Ein Rundgang durch das Städtchen ist zu empfehlen, vielleicht schon deshalb, weil dieses trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten kaum touristisch herausgeputzt ist. Eine Einschränkung ist hinsichtlich der Reisezeit zu machen. Im Hochsommer liegen die Höchsttemperaturen häufiger über 40 Grad Celsius. Zu Recht trägt Écija die Bezeichnung Bratpfanne Andalusiens.

An der Autobahn A-92 zwischen Sevilla und Almería liegt im Südosten der Provinz die kleine Stadt Osuna. Das Städtchen besitzt einen großen Hauptplatz sowie zahlreiche Palästen aus 16. bis 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war der Ort Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums, welches sich sogar eine eigene Universität leistete.

Naturparks

Das Zentrum der Provinz Sevilla ist im Gegensatz zu ihrer Hauptstadt überwiegend landschaftlich geprägt. Auf den Felder werden Weizen, Sonnenblumen und Reis angebaut. Im bergigen Norden der Provinz liegt der Naturpark Sierra Norte de Sevilla. Im Südosten teilt sich Sevilla mit den Nachbarprovinzen Huelva und Cádiz einen der wichtigsten Nationalparks Spaniens. Der Nationalpark Parque Nacional y Natural de Doñana liegt westlich der Mündung des Flusses Guadalquivir in den Atlantik.

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

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