Carmona (Kantabrien): Ein malerisches Dorf in den Kantabrischen Bergen

Carmona (Kantabrien)

Wer das ländliche, ursprüngliche Kantabrien entdecken möchte, sollte in die Berge fahren. Zwischen den Tälern der Flüsse Nansa und Saja liegt eines der schönsten Dörfer von Kantabrien, das Dorf Carmona.

Inhalt
Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Bilder
Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte
Karte und Lage

Bei der Anfahrt von Osten, aus dem Valle de Cabuérniga, passieren wir den Pass Collada de Carmona und gleich danach präsentiert sich ein Panorama auf das grüne Tal und die begrenzenden Berge. Weit in Westen sind noch die Gipfel der Picos de Europa zu erkennen. Kuhglocken und das Gezwitscher der Vögel sind die einzigen Geräusche, die hier zu vernehmen sind.

Während sich die Straße ins Tal herunter windet, gilt es am Parkplatz am Mirador de la Asomada del Ribero einen zweiten Stopp einzulegen. Unter uns das liegt das Dorf Carmona und rechts der Weiler San Pedro, durch dessen eng an eng stehenden Häuser sich ein Bergbach schlängelt.

San Pedro

Dieser Anblick macht neugierig. Deshalb lassen wir das Auto gleich unten an der Bushaltestelle stehen und folgen dem Weg hinauf ins Dorf San Pedro, dessen Namensgeber die gleichnamige Kapelle ist. Die traditionellen Häuser aus Naturstein sind mit Geranien geschmückt, durch das Dorf plätschert der Bach Santillán. Die grünen Gärten sind durch Mauern begrenzt. Vor den zurückgesetzten Hauseingängen stehen Sessel und Liegestühle. Grüne Wiesen umgeben das Dorf, an den Obstbäumen leuchten die ersten roten Äpfel.

Nach dem Rundgang fahren wir die kurze Strecke weiter nach Carmona und suchen einen Parkplatz an der Landstraße am westlichen Ortsrand.

Sehenswürdigkeiten in Carmona

Carmona liegt am Flüsschen Quivierda inmitten von Bergen mit grünen Weiden und Wäldern. Weitab von den großen Städten herrscht hier die Ruhe und Gelassenheit des bäuerlichen Lebens. Rote Ziegel bedecken die weit heruntergezogenen Dächer der Häuser, erbaut aus den Steinen der Umgebung. Diese drängen sich dicht an die gepflasterten Gassen. Wappen schmücken Herrenhäuser wie den Palacio Rubín de Celis.

Auf den Abhängen der umgebenden Berge weiden Kühe, der einheimischen Tudanca-Rasse. Weitere Einkommensquellen sind die Wälder und eine Landwirtschaft, die auf den Terrassen und mit Mauern umfassten Gärten, nicht viel mehr einbringen als die Selbstversorgung.

Wir überqueren eine der beiden Brücken über den Río Quivierda und folgen den leicht ansteigenden Gassen hinauf ins Ortszentrum mit der Kirche San Roque.

Es macht Spaß, sich einfach durch die Gassen treiben zu lassen. Wir blicken in lauschige Winkel, auf einem Platz steht ein dekorierter Werkzeugschuppen. Die Schnitzerei war neben der traditionellen Viehzucht eine wichtige Einkommensquelle. Auch für das leibliche Wohl ist gut gesorgt. Sei es im Restaurant El Puente oder ein Frühstück in dem rustikalen Gasthaus La Infinita.

Das repräsentativste Gebäude in Carmona ist der Palacio de los Mier, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil des Barocks gerichtet wurde. Über den Arkaden schmückt das Familienwappen die Hauptfassade. In dem ehemaligen Parador ist ein Luxushotel untergebracht, sicherlich die erste Adresse für eine Übernachtung in Carmona.

Anreise

Carmona liegt zwischen zwei reizvollen Tälern, die von der Küste bis hinauf in die Kantabrischen Berge ziehen. Wir erreichen das Dorf über die Landstraße CA-182, die von Valle (Valle de Cabuérniga) über Carmona nach Puentenansa (Valle del Nansa) führt.

Carmona Bilder

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

  • Buchung von individuellen Hotels und Unterkünften in Carmona und Umgebung ⇒ Booking.com (P+)
  • Tourismus-Information der Gemeinde Cabuérniga ⇒ offizielle Website
  • Wegweiser zu den schönsten Reisezielen in Kantabrien
  • Kantabrien Karte mit sehenswerten Orten

Carmona Karte und Lage

Lage: Das Dorf Carmona (PLZ 39558; GPS 43.254444, -4.357778; 180 Einw.), ein Ortsteil der Gemeinde Cabuérniga, liegt auf 238 m Höhe in Kantabrien.

Reiseziele in der Umgebung

  • Comillas, Badeort an der Kantabrischen Küste ⇨ 33 km CA-180 / CA-135
  • Bárcena Mayor, sehenswertes Dorf im Naturpark Saja-Besaya ⇨ 27 km CA-182 / CA-280 / CA-817
  • Mirador de Santa Catalina, Aussichtspunkt über dem Desfiladero de la Hermida ⇨ 26 km CA-182 / CA-282
  • Potes, Hauptort in den kantabrischen Picos de Europa ⇨ 51 km CA-282 / N-621