18. September 2019
Kloster Santa María la Real in Nájera (La Rioja)

Nájera: Städtchen am Jakobsweg mit einem bemerkenswerten Kloster

Das mittelalterliche Kloster in Nájera mit einem schönen Kreuzgang ist die zentrale Sehenswürdigkeit der einstigen Hauptstadt der Rioja.

Etwas mehr als 8.000 Menschen leben in Nájera, viele davon arbeiten in der Möbelindustrie. Das geschäftige Städtchen ist zwar Kreishauptstadt, aber es macht schon etwas Mühe sich vorzustellen, dass Nájera im Mittelalter einmal Hauptstadt der Rioja war. Die historische Altstadt liegt am westlichen Ufer des kleinen Flusses Najerilla, der die Stadt in zwei ungleiche Hälften teilt.

Sehenswürdigkeiten in Nájera

Folgen wir von Osten kommend dem Jakobsweg über die Calle San Fernando, erreichen wir die Brücke Puente San Juan de Ortega (Puente de Piedra) über die Najerilla und haben einen ersten Blick auf die kleine Altstadt. Hinter der Brücke beginnt links die Calle Mayor, die Hauptstraße der Altstadt mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften, die sich hin bis zur Plaza España und Plaza Navarra erstreckt.

Der Jakobsweg geht jedoch weiter in westlicher Richtung über die Plaza de la Estrella in die Calle Carmen, um dann bald nach links in die Calle San Miguel einzubiegen. Hier liegt an der Ecke zum gleichnamigen Platz das Fremdenverkehrsamt von Nájera mit nützlichen Informationen. Mit wenigen Schritten erreichen wir die Plaza Santa María und stehen damit vor dem wichtigsten Gebäude der Stadt, dem Kloster Santa María La Real.

Bauherr dieses Klosters war García Sánchez III. von Pamplona (Navarra), der im Jahre 1052 damit eine Bischofsresidenz und eine Grabstätte für die königliche Familie errichten wollte. Eine Geschichte zählt, dass der König auf der Jagd in einer Höhle auf eine Statue der Heiligen Jungfrau stieß und daraufhin genau an dieser Stelle das Kloster errichtete. Die Grotte ist mit einer Kopie der Maria zu besichtigen. Das „Original“ steht im Hochaltar der Klosterkirche.

Der Río Najerilla fließt mitten durch Nájera
Der Río Najerilla fließt mitten durch Nájera

Die Klosteranlage, wie wir sie heute besichtigen können, stammt jedoch aus späteren Zeiten. An der gotischen Kirche wurde ab 1422 gebaut, die Deckenkonstruktion des dreischiffigen Gotteshauses ruht auf zehn Säulen. Der barocke Hauptalter stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Chor mit dem beeindruckenden Gestühl wurde um das Jahr 1494 eingebaut.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Klosters zählen die königliche Grabstätte und der Kreuzgang. Im Panteón Real befinden sich die Grabstätten der Könige von Nájera-Pamplona, dem Vorläufer des späteren Königreiches von Navarra. Im Panteón de los Infantes (der Thronfolger) fällt der romanische, reich verzierte Sarkophag ins Auge. Hier wurde Doña Blanca bestattet, die im Kindbett verstorbene Gattin von García Sánchez III.

Ein weiterer Höhepunkt des Rundgangs durch das Kloster ist die Kreuzgang Claustro de los Caballeros. Der im Stil der Spätgotik zwischen den Jahren 1517 und 1528 erbaute Innenhof besticht durch das Hinzufügen plateresker Stilelemente in den Halbbögen des Rundgangs.

Öffnungszeiten: Im Sommer Dienstag bis Samstag 10 bis 13 und 16 bis 18.30 Uhr, Sonntag / Feiertag 10 bis 12.30 und 16 bis 18 Uhr. Ähnliche Besuchszeiten im Winter, allerdings nachmittags nur bis 17.30 Uhr.

Bilder aus Nájera

 

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte

  • Das Fremdenverkehrsamt von Nájera (Oficina de Turismo) liegt in der Altstadt an der Plaza San Miguel Nr. 10. Kernöffnungszeiten Dienstag bis Samstag von 10 bis 13.30 und 16.00 bis 18.00 Uhr. Sonntags und feiertags nur vormittags von 10.30 bis 14.00 Uhr. Im Sommer jeweils etwas länger geöffnet, im August auch am Montag.
  • Einen touristischen Stadtplan können Sie vorab downloaden
  • Hotels und weitere Unterkünfte in Nájera (P+)

Karte und Lage von Nájera


Lage: Die Stadt Nájera (PLZ 26300; GPS 42.417461, -2.733231; 8.100 Einw.) liegt auf 491 m Höhe in der Region Rioja Alta der autonomen Gemeinschaft La Rioja.

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