19. September 2019
Die Wallfahrtskirche A Virxe da Barca in Muxía

Muxía: Sehenswerter Küstenort an der Costa da Morte

Das sehenswerte Hafenstädtchen Muxía mit der Wallfahrtskirche A Virxe da Barca liegt an der Costa da Morte (Ría de Camariñas), der Endstation der Verlängerung des Jakobswegs von Santiago de Compostela an die galicische Küste.

Das Städtchen Muxía steht sowohl für das größte Schiffsunglück an der galicischen Küste wie auch für die unzähligen Legenden um den Heiligen Jakob (Santiago). Die Wallfahrtskirche A Virxe da Barca zählt zu den bedeutendsten Pilgerzielen in Galicien.

Im November 2002 zerschellte der Öltanker Prestige in einem Sturm vor der Küste von Muxía und verursachte eine Ölpest, deren Folgen bis heute nicht vollständig beseitigt werden konnten. Eine andere Katastrophe erlitt die Kirche A Virxe da Barca während der Weihnachtstage im Jahre 2013 durch einen schweren Brand.

Sehenswürdigkeiten in Muxía

Muxía liegt auf einer Landzunge, die den südlichen Abschluss der Bucht Ría de Camariñas bildet und an deren Spitze der markante Felsenhügel Monte Corpiño den Abschluss bildet. Das Ortsbild vor dem Sport- und Fischereihafen präsentiert sich relativ modern und in abwechselnden Farben. Im Frühling dominiert das Gelb des Ginsters die Heideflächen der Umgebung.

Der Jakobsweg (Camino de Santiago) findet in Muxía in seiner Verlängerung von Santiago de Compostela über das Cabo Fisterra seinen Abschluss. Der Pilgerweg führt hinter dem Ort auf einem schönen Fußweg entlang der Küste zur Wallfahrtskirche A Virxe da Barca (Unsere Liebe Frau vom Boot), die an der Spitze der Landzunge liegt.

Monte Corpiño
Ortsansicht: Blick vom Monte Corpiño auf Muxía

An dieser Stelle soll der Legende nach die Mutter Gottes auf einem Schiff gelandet sein, um dem Heiligen Jakob bei der Bekehrung der Menschen zum Christentum zu unterstützen. Schon im Mittelalter stand hier ein Heiligtum, das dann im 17. Jahrhundert umgebaut wurde. Das gotische Bild der Jungfrau stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Neben der Kirche steht das steinerne Monument A Ferida, 400 Tonnen schwer und 11 Meter hoch. Das Werk erinnert an die Tankerkatastrophe und die unzähligen Freiwilligen, die im Einsatz waren, um die Umweltschäden an der Costa da Morte zu begrenzen.

Ein Pfad führt von Kirche hinauf zum Monte Corpiño. Von hier aus ergibt sich ein schöner Weitblick über die Dächer von Muxía und die Küste. Der Blick reicht über die Ría de Camariñas bis zum Kap Cabo Vilán.

Feste in Muxía

  • Letzter Sonntag im Juli: Maritime Prozession mit Booten über die Ría de Camariñas
  • Zweite Sonntag im September: Romería de la Virgen de la Barca

Muxía Bilder

Weitere Reiseinformationen und Unterkünfte in Muxía

  • Das Fremdenverkehrsamt (Oficina Municipal de Turismo) befindet sich in der Casa da Cultura (Adresse: Rúa Virxe da Barca Nr. 47)
  • Im Ort gibt es einige Unterkünfte (P+) wie eine Pilgerherberge, ein Hotel sowie Hostals und Campingplätze
  • Tipps für eine Tour entlang der Costa da Morte
  • Eine Übersicht aller besprochenen Reiseziele in Galicien finden Sie auf dieser interaktiven Karte

Muxía Karte und Lage


Lage: Der Küstenort Muxía [Kastilisch: Mugía] (PLZ 15124; GPS 43.112086, -9.219134; 5.000 Einw.) liegt im Kreis Fisterra in der Provinz A Coruña in Galicien.

Muxía eignet sich als Station auf einer Tour entlang der Costa da Morte. Zum Gemeindegebiet von Muxía gehört das Kap Cabo Touriñán, der westlichste Punkt Spaniens. Der Weg dorthin führt über einsame Nebenstraßen in südwestlicher Richtung.

Stationen eine Tour entlang der Costa da Morte

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