23. November 2020
Las Merindades

Las Merindades: Der hohe Norden der Provinz Burgos

Die historische Region Las Merindades ist ein Reiseziel abseits der ausgetretenen touristischen Routen. Karstige Berge, Schluchten und Flüsse, wie der Ebro, prägen die Landschaft südlich des Kantabrischen Gebirges. Dazwischen liegen malerische Dörfer und kleine Städte, deren mittelalterliche Ortskerne gut erhalten sind.

Eine ideale Gegend zum Abschalten, für Wanderungen und Touren mit dem Auto. Viele Orte erinnern an die Entstehung der Region Kastilien. Burgen, als Wohntürme gestaltete Herrensitze, Klöster und Kirchen – oft an abgelegenen, aber landschaftlich schönen Orten -, erzählen die Geschichte einer Region, die sich stolz als “Wiege von Kastilien” bezeichnet.

Sehenswerte Orte in den Merindades

Medina de Pomar

Mit knapp 6.000 Einwohner-/innen ist Medina de Pomar der größte Ort der Gegend. Hier herrscht geschäftiges Treiben. Und auch wenn das Städtchen auf den ersten Blick nicht unbedingt gefallen mag, es lohnt sich schon, hier etwas länger zu bleiben.

Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Historische Museum der Merindades. Dieses ist im Alcázar de los Condestables (auch bekannt als Castillo de los Velasco) untergebracht. Der wehrhafte Palast war Sitz einer einflussreichen Adelsfamilie. Sehenswert ist auch das Monasterio de Santa Clara. Seit 1313 wohnen Nonnen des Ordens der Klarissen in diesem Kloster und betreiben bis heute eine Herberge. Wer einmal in einem Kloster übernachten möchte, ist hier einladen.

Die Tourist-Information an der Plaza Mayor im Rathaus stellt u.a. eine Karte für einen Rundgang durch den Ort zur Verfügung.

Espinosa de los Monteros

Ganz im Norden liegt Espinosa de los Monteros. Die Monteros de Espinosa waren seit dem Jahr 1006 für den nächtlichen Schutz der Könige von Kastilien zuständig. Sehenswert sind hier das Castillo de los Velasco, der Palacio de los Marqueses de Chiloeches, die Plaza Mayor und die Kirche Santa Cecilia.

Puentedey

„Brücke Gottes“, lautet die Übersetzung des Ortsbezeichnung von Puentedey, einem der schönsten Dörfer der Provinz Burgos. Das Dorf liegt auf einem Felsrücken, der durch das Flüsschen Nela untertunnelt wird. Von der San Pelayo Kirche auf dem Hügel gibt es eine gute Aussicht auf die malerische Landschaft der Umgebung. Nördlich von Puentedey liegt die Ojo Guareña, das längste Höhlensystem in Spanien.

Puentedey (Las Merindades)
Die Nela fließt durch einen Tunnel unter dem Dorf Puentedey hindurch

Oña

Das Städtchen Oña zählt zu den symbolträchtigen Orten in den Las Merindades unter dem Motto “Die Wiege Kastiliens”. Herausragende Sehenswürdigkeit ist das Kloster San Salvador. Der kastilische Graf Sancho García gründete das Kloster im Jahre 1011. Sehenswert sind die barocke Orgel, der Hauptaltar, der Kreuzgang und die königliche Grabstätte.

Reizvoll ist auch ein Bummel durch den Klostergarten. Der Jardín Secreto ist bestückt mit zahlreichen Kunstwerken wie Wandgemälden und Skulpturen. Hinter dem Garten liegt auf der Höhe eine Informationsstelle des Naturparks Montes Obarenes-San Zadornil.

Jardín Secreto in Oña
Wandbild im “Geheimen Garten” des Benediktinerklosters in Oña

Frías

Das Dorf Frías ist Mitglied der Vereinigung der schönsten Dörfer in Spanien und dies zu Recht. Der Ort schmiegt sich an einen felsigen Berg, der von der Burg überragt wird. Am südlichen Abhang kleben die Casas Colgadas, die hängenden Häuser, direkt am Felsen.

Von dem Plateau des Hügels bieten sich schöne Ausblicke auf die Ebene des Flusses Ebro und die Berge der Umgebung. Das Dorf liegt am nördlichen Rand des Naturparks Montes Obarenes-San Zadornil.

Alte Kapellen und Klöster abseits der Hauptstraßen

Zwischen Puentedey im Norden und Oña im Süden liegen zwei sehenswerte Klöster, die viele von der Geschichte der Merindades erzählen.

Das Zisterzienser-Kloster Santa María de Rioseco stammt aus dem 13. Jh. Nach der Enteignung der Mönche im Jahre 1835 verfiel die Anlage. Seit 2010 wird das Kloster auf Grund einer privaten Initiative renoviert.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Puentearenas liegt die romanische Kapelle San Pedro de Tejada zu Füßen der Sierra de La Tesla. Die gut erhaltene Kapelle zählt zu den Schmuckstücken der Romanik in der Provinz Burgos.

Ganz im Osten der Merindades liegt die Kapelle San Pantaleón de Losa. Allein die Lage ist schon ein Grund dafür, hierher einen Abstecher zu machen. Wie der Bug eines Schiffes schiebt sich der Felsen in die Landschaft. Oben thront die kleine Kapelle mit romanischen und gotischen Stilelementen.

Landschaftliche Attraktionen

Durch die südlichen Ausläufer des Kantabrischen Gebirges schlängelt sich der Ebro. An machen Stellen durchbricht der Fluss in tiefen Schluchten die Gebirge wie im Naturpark Hoces del Alto Ebro y Rudrón.

Mittelalterliche Brücke bei über den Ebro
Mittelalterliche Brücke bei Frías (Burgos/Kastilien und León) über den Fluss Ebro

Nördlich von Puentedey liegt die Höhle Ojo Guareña. Die Cueva de Ojo Guareña ist der landschaftliche Anziehungspunkt der Merindades. Die Höhle durchzieht über 110 km das Kalkgestein. Zwei Höhlen können besichtigt werden. Die Cueva y Ermita de San Bernabé und die Cueva Palomera.

Im Nordosten der Merindades zeigt sich ein anderes Naturschauspiel, der Salto del Nervión. Direkt an der Grenze zum Baskenland stürzen sich die Wasser des Flusses Nervión mit einem Höhenunterschied von 222 Metern in die Tiefe. Der Wasserfall liegt im Naturpark Monte Santiago.

Pilze sammeln im Herbst

Im Norden von Burgos ist im Herbst Pilzsaison. Bitte beachten Sie folgendes, bevor Sie sich auf den Weg machen Pilze zu sammeln. In den beliebtesten Pilzregionen ist eine Genehmigung erforderlich. Diese bekommen Sie auf den Rathäusern der Gemeinden im Norden der Merindades. Mit etwas Kenntnis des Spanischen können Sie diese auch online  beantragen.

Weitere Reiseinformationen

Las Merindades Karte

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