Kantabrien: Ein Sommerziel in Nordspanien

Hohe Berge, grüne Küstenlandschaften und reizvolle Küstenorte entlang der Costa de Cantabria machen die nordspanische Region im Sommer zu einem abwechslungsreichen Reiseziel.

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Das Blau des Meeres und das Grün der Berge, dies sind die landschaftlich prägenden Faktoren von Kantabrien in Nordspanien. Die autonome Gemeinschaft Kantabrien (Cantabria) liegt zwischen dem Baskenland im Osten und Asturien im Westen.

Eine der Attraktionen von Kantabrien ist die kantabrische Küste Costa de Cantabria, abwechslungsreich gegliedert durch liebliche Buchten, Steilküsten und langgezogenen Flussmündungen. Auf den Hügeln wechseln sich Weiden mit Wäldern und Brachflächen ab. Die gesamte Küstenlinie beträgt fast 300 km. Fast alle großen Städte von Kantabrien liegen am Meer, allen voran die Hauptstadt Santander mit ca. 180.000 Einwohner-/innen.

Blick auf die Bucht von Santander

Blick auf die Bucht von Santander

In Richtung Süden erheben sich die Berge der Kantabrischen Kordillere, deren höchste Gipfel in weiten Teilen die Grenzen zu Kastilien und Leon bildet. Die Ausnahme ist die Region des Campoo, die mit ihrem südlichen Zipfel in die Nachbarregion hineinreicht. Hier entspringt in der Sierra de Híjar der Fluss Ebro, um schon bald den ersten großen Stausee in seinem Lauf bis hin zum Mittelmeer zu füllen.

Zahlreiche Flüsse haben von den Höhen der kantabrischen Berge hinab zum Meer Täler gegraben, wie das landschaftlich reizvolle Valle de Nansa mit seinen Eichen- und Buchenwäldern. Im Westen von Kantabrien erheben sich die Picos de Europa, eine imposante Hochgebirgslandschaft, welche sich Kantabrien vor allem mit seinem Nachbarn Asturien teilt. Zentrum für Ausflüge in die kantabrischen Picos ist das Städtchen Potes, die Hauptstadt der Liébana, einer von allen Seiten mit Bergen umgebenen Landschaft. Die Zufahrt von der Küste über die N-621 geht durch eine kilometerlange Schlucht, den Desfiladero de la Hermida.

Der internationale Tourismus hat in Kantabrien nur eine untergeordnete Bedeutung, abgesehen vielleicht von der Internationalen Sommeruniversität in Santander, die im Sommer die kantabrische Hauptstadt mit Studenten aus aller Welt füllt. Die Stadt besitzt darüber hinaus ausgesprochen attraktive Strände und ein vor allem während der  Sommerzeit attraktives Kulturprogramm.

Schöne Strände gibt es an der Costa Cantabria an vielen Stellen, wobei die reizvollsten an dem westlichen Küstenabschnitt zwischen Comillas und San Vicente de la Barquera und in der Umgebung von Santander liegen. Der beste kantabrische Surfspot ist die Playa von Somo in Ribamontán al Mar östlich von Santander. Gute Strände liegen auch bei Laredo. Ob der Ferienort allerdings angesichts des Urlauberandrangs für einen Sommerurlaub empfohlen werden kann, mag bezweifelt werden.

Entlang der Küste liegen reizvolle Küsten- und Hafenstädte, wie Castro Urdiales, Santander, Comillas und San Vicente de la Barquera. Das westlich von Santander etwas im Hinterland gelegene mittelalterliche Städtchen Santillana del Mar zählt zu den schönsten Dörfern nicht nur in Kantabrien, sondern auch in ganz Spanien.

Wetter und Reisezeiten für Kantabrien

Das feuchte Klima entlang der Küste von Kantabrien entspricht seiner Lage am Atlantik. In den Bergregionen regnet es doppelt so viel wie an der Küste, im Winter fällt ab einer Höhenlage von 800 Metern Schnee.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub in Kantabrien ist der Sommer mit relativ geringen Niederschlägen und den meisten Sonnenstunden. Im Juli und August kann es auch der Küste sehr warm werden. Wer nicht auf Ferientermine angewiesen oder auf einen Badeurlaub fixiert ist, sollte die Monate April und Mai im Frühjahr und September und Oktober im Herbst außerhalb der Saison in Erwägung ziehen.

Anreise und Verbindungen

Kantabriens einzig größerer Flughafen liegt bei Santander, dieser bietet jedoch vorwiegend innerspanische Flüge. Der Flughafen von Bilbao ist besser an das internationale Flugnetz angeschlossen. Die spanische Eisenbahn RENFE unterhält eine Verbindung zwischen Madrid und Santander, die Fahrzeit für die gut 400 km beträgt mindestens 6 Stunden. An der Küste verkehrt die Schmalspurbahn FEVE auf der Strecke Bilbao über Santander nach Oviedo. Die bequemen Züge fahren leider nur sehr selten, daher sind die guten Busverbindungen in der Regel vorzuziehen. Die meisten Urlauber werden entweder mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil anreisen oder sich einen Mietwagen besorgen. Die Küstenautobahn A-8 ist in Kantabrien ohne Maut zu befahren.

Weitere Reiseinformationen, Unterkünfte und Links

Lage: Kantabrien grenzt im Norden an den Golf von Biskaya, im Osten an das Baskenland, im Süden an Kastilien-León und im Westen an Asturien.

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